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© ruwel Leiterplatten | 30 Dezember 2016

Innenlagen Produktion komplett zerstört

So schlecht wie die Nachrichten aus Geldern auch sein mögen, positive Sachen gibt es trotzdem zu berichten. Aber fangen wir vorne an.
In den frühen Morgenstunden des 27. Dezember 2016 brach in der Innenlagen Produktion im Ruwel-Werk in Geldern ein Feuer aus. Der Brand - der erst nach mehreren Stunden gelöscht werden konnte - hinterlässt deutliche Spuren. "Das Wichtigste für uns ist, dass keiner unserer Mitarbeiter zu Schaden gekommen ist", erklärt Rico Schlüter, CTO bei Ruwel International.

Heute Nachmittag (30. Dezember) sollen erste Einschätzungen zur Schadenshöhe vorliegen. Rico Schlüter geht aber jetzt schon von einem Sachschaden in einem höheren, zweistelliger Millionen EUR-Wert aus.

Auch die Zukunft in Geldern ist schon abgesichert. "Weil die Konzernmutter Unimicron in Asien eine sehr umfangreiche Produktionskapazität zur Verfügung hat, können sie uns sehr schnell unterstützen. So können wir unsere Kunden weiterhin beliefern." Dazu wurde bereits wenige Stunden nach dem Brand, in Abstimmung mit Unimicron, entschieden, so schnell wie möglich mit Aufbau einer neuen Innenlagenfertigung in Geldern zu beginnen. Auch hier spricht der Manager von einer Investition in zweistelliger EUR Millionenhöhe.

Ruwel ist für den Mutterkonzern Unimicron ein strategisch wichtiger Standort gerade weil die Beziehung zu den europäischen Kunden sich besser von einem europäischen Standort heraus leiten lässt. Die Stadt Geldern und die Mitarbeiter bei Ruwel werden daher, so kurz vor Jahresende, etwas leichter atmen können.

Doch was passiert bis die neue Innenlagen Produktion in Betrieb genommen werden kann? "Wir sprechen in den kommenden Tagen mit unseren Kunden. Wir haben die Möglichkeit einen Großanteil der Innenlagenproduktion an Unimircon Standorte in Asien zu verlagern, wonach diese als 'mass-lam' wieder an Ruwel zurück geliefert werden und hier in Geldern ab Prozessschritt Bohren wieder weiter verarbeitet werden."

"Daneben sind wir sehr stolz auf unseren Lieferanten und befreundete Leiterplattenhersteller. So bald die ersten Bilder in den Nachrichten auftauchten, kamen gleich aus alle möglichen Ecken Angeboten zur Unterstützung. Dadurch bietet sich die Möglichkeit kleinere Losgrößen sowie auch Eilfertigungen hier in Deutschland bei befreundeten Leiterplattenherstellern zu produzieren. Auch hier werden wir in den nächsten Tagen Gespräche führen."

"Natürlich ist dieser Brand ein sehr eingreifendes Ereignis, aber es nützt uns leider nichts lange zu trauern. Wir müssen die heutigen Herausforderungen anpacken und als gestärktes Unternehmen wieder rauskommen", meint Rico Schlüter abschließend.

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