Ingenieurmangel wird zur Wachstums- und Innovationsbremse
Nach einer Umfrage des ZVEI wollen drei von vier Unternehmen der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie in Deutschland in den kommenden Jahren mehr Elektroingenieure und Informatiker einstellen als in den vergangenen Jahren. Auch Maschinenbauer und Wirtschaftsingenieure bleiben gefragt.
An der Umfrage des ZVEI beteiligten sich über 140 Unternehmen, die zusammen rund 40 Prozent der Mitarbeiter der Branche beschäftigen.
Einen höheren Ingenieurbedarf melden nicht nur die kleinen und mittleren Unternehmen (73 Prozent), sondern auch die Großunternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern, die allein ein Viertel der Ingenieure der Branche beschäftigen. Zwei der drei an der Umfrage beteiligten Großunternehmen wollen mehr Elektroingenieure und Informatiker einstellen und eines seine Einstellungszahlen konstant halten.
Ein weiteres Ergebnis der fünften Ingenieurumfrage des Verbands ist eine deutliche Veränderung der Altersstruktur der Ingenieure in den Unternehmen. Waren in der Vergangenheit die meisten Ingenieure zwischen 36 und 40 Jahre alt, verschiebt sich der Schwerpunkt immer mehr zu älteren Ingenieuren. Sogar der Anteil der über 50-Jährigen steigt seit mehreren Jahren an. Hier wird aus Sicht des ZVEI eine langjährige Unterversorgung mit Nachwuchskräften deutlich: Die Zahl der Ingenieurabsolventen an den deutschen Hochschulen ist in den vergangenen zehn Jahren um ca. ein Drittel gesunken, während die Industrie gleichzeitig mehr Ingenieure benötigt.
„Schon heute wird der Ingenieurmangel von vielen Unternehmen als Wachstums- und Innovationsbremse gesehen. Die sich abzeichnende Verschärfung dieses Problems betrachten wir mit großer Sorge“, betont ZVEI-Berufsbildungsexperte Dr. Michael Deimel. „Immer mehr High-Tech-Unternehmen werden neben der Produktion auch die Entwicklung ins Ausland verlagern müssen, mit fatalen Langzeitfolgen für den Standort Deutschland.“
Zwar habe die Bundesregierung das Problem erkannt und im Rahmen ihrer ‚High-Tech Strategie Deutschland' auf die politische Agenda gesetzt. Angesichts dieser problematischen Entwicklungen erwartet der ZVEI von der Politik jedoch konkrete, nachhaltig wirksame Maßnahmen. Diese müssten bereits bei Schulkindern der unteren Klassen ansetzen. „Wir müssen das Technik-Interesse der Jugend frühzeitig wecken und pflegen und die mathematischen und naturwissenschaftlichen Bildungsgrundlagen für ein Ingenieurstudium sichern“, so Deimel. Die entscheidenden Weichen für eine spätere Studienentscheidung würden in den Schulen gestellt. Hier müsse Technik besser vermittelt werden. „Eine Abwahlmöglichkeit für die entscheidenden Grundlagenfächer Mathematik und Physik darf es vor diesem Hintergrund nicht geben.“
Einen höheren Ingenieurbedarf melden nicht nur die kleinen und mittleren Unternehmen (73 Prozent), sondern auch die Großunternehmen mit mehr als 5.000 Mitarbeitern, die allein ein Viertel der Ingenieure der Branche beschäftigen. Zwei der drei an der Umfrage beteiligten Großunternehmen wollen mehr Elektroingenieure und Informatiker einstellen und eines seine Einstellungszahlen konstant halten.
Ein weiteres Ergebnis der fünften Ingenieurumfrage des Verbands ist eine deutliche Veränderung der Altersstruktur der Ingenieure in den Unternehmen. Waren in der Vergangenheit die meisten Ingenieure zwischen 36 und 40 Jahre alt, verschiebt sich der Schwerpunkt immer mehr zu älteren Ingenieuren. Sogar der Anteil der über 50-Jährigen steigt seit mehreren Jahren an. Hier wird aus Sicht des ZVEI eine langjährige Unterversorgung mit Nachwuchskräften deutlich: Die Zahl der Ingenieurabsolventen an den deutschen Hochschulen ist in den vergangenen zehn Jahren um ca. ein Drittel gesunken, während die Industrie gleichzeitig mehr Ingenieure benötigt.
„Schon heute wird der Ingenieurmangel von vielen Unternehmen als Wachstums- und Innovationsbremse gesehen. Die sich abzeichnende Verschärfung dieses Problems betrachten wir mit großer Sorge“, betont ZVEI-Berufsbildungsexperte Dr. Michael Deimel. „Immer mehr High-Tech-Unternehmen werden neben der Produktion auch die Entwicklung ins Ausland verlagern müssen, mit fatalen Langzeitfolgen für den Standort Deutschland.“
Zwar habe die Bundesregierung das Problem erkannt und im Rahmen ihrer ‚High-Tech Strategie Deutschland' auf die politische Agenda gesetzt. Angesichts dieser problematischen Entwicklungen erwartet der ZVEI von der Politik jedoch konkrete, nachhaltig wirksame Maßnahmen. Diese müssten bereits bei Schulkindern der unteren Klassen ansetzen. „Wir müssen das Technik-Interesse der Jugend frühzeitig wecken und pflegen und die mathematischen und naturwissenschaftlichen Bildungsgrundlagen für ein Ingenieurstudium sichern“, so Deimel. Die entscheidenden Weichen für eine spätere Studienentscheidung würden in den Schulen gestellt. Hier müsse Technik besser vermittelt werden. „Eine Abwahlmöglichkeit für die entscheidenden Grundlagenfächer Mathematik und Physik darf es vor diesem Hintergrund nicht geben.“
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