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Allgemein | 17 November 2006

Infineon meldet trotz Umsatzsteigerung weiter Verluste

Der Halbleiterkonzern gab die Zahlen für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2006 bekannt. Zwar konnte gegenüber dem Vorjahr ein Umsatzwachstum von 17% erreicht werden, doch unter dem Strich blieb erneut ein Verlust von 15 Mio. Euro.
Der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2006 erhöhte sich um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert auf 7,93 Milliarden Euro. Der Konzern-Ebit-Fehlbetrag verbesserte sich im Geschäftsjahr 2006 auf 15 Millionen Euro gegenüber einem Ebit-Fehlbetrag von 183 Millionen Euro im Vorjahr. Ohne Berücksichtigung von Sonderaufwendungen läge das Konzern-Ebit im Geschäftsjahr 2006 bei 181 Millionen Euro gegenüber einem Ebit-Fehlbetrag von 79 Millionen Euro im Vorjahr. Der Konzernfehlbetrag für das Geschäftsjahr 2006 lag bei 268 Millionen Euro gegenüber einem Konzernfehlbetrag von 312 Millionen Euro im Vorjahr. Der Konzern profitierte insbesondere von den starken Zuwächsen der Speicherchiptochter Qimonda, die ein Umsatzplus von 35% (3,8 Mrd €) erzielte. Auch beim EBIT trug Qimonda mit einem positiven EBIT von 202 Mio. Euro deutlich zu einer Reduzierung des Konzernverlusts bei. In den vergangenen sechs Geschäftsjahren seit dem ersten Geschäftsquartal 2001 hat Infineon damit Verluste von insgesamt rund 2,5 Milliarden Euro angehäuft.
An Sondereffekten hatte Infineon im vergangenen Geschäftsjahr 196 Mio. € aufzuwenden, wovon rund 76 Mio. auf die Insolvenz von BenQ Mobile Deutschland und 65 Mio. auf den Börsengang von Qimonda entfielen.
Im neuen Geschäftsjahr will das Unternehmen von den hohen Sonderaufwendungen endlich wegkommen und sich nach vielen Turbulenzen wieder verstärkt auf das eigentliche Geschäft konzentrieren. Ganz ohne Sonderbelastungen wird es aber auch im laufenden Geschäftsjahr 2006/07 nicht gehen. "Sie sollten aber kleiner als 100 Millionen Euro sein," so Finanzchef Fischl
"Die letzen beiden Jahre waren geprägt durch die Restrukturierung unseres Unternehmens. Diese wird zu Beginn des neuen Jahres weitgehend abgeschlossen sein", kommentierte Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Ziebart. "Wir wollen in der Zukunft mindestens 10% pro Jahr wachsen und ebenfalls eine Ebit-Marge von mindestens 10 Prozent erzielen."

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