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Elektronikproduktion | 16 Oktober 2006

Interview mit Reijo Itkonen, CEO von Enics

Etwa einhundert Gäste wurden von Enics zur Veranstaltung "Enics Fair - Partnering the Future" nach Baden/Schweiz eingeladen. evertiq sprach dort mit Reijo Itkonen, President & CEO von Enics, über das außergewöhnliche und schnelle Wachstum des Fertigungsdienstleisters.
Warum wurde die "Enics Fair" veranstaltet?
Zu der Veranstaltung waren alle Partner von Enics, Kunden und Zulieferer, eingeladen, so dass diese mit allen Enics Business Units und Funktionen unter einem Dach zusammengebracht werden konnten. Durch diesen innovativen Ansatz will Enics die Zusammenarbeit mit den Kunden und Lieferanten sowie ausgewählten Partner noch weiter vertiefen. "Wir setzen bei unseren Kunden auf langfristige Beziehungen und wollen gemeinsam wachsen, wofür unserer Meinung nach eine Partnerschaft sehr wichtig ist. Heute sind wir hier zusammengekommen, um unseren Kunden und Lieferanten zu erklären wie wir uns dies vorstellen und welche Vorteile sich hieraus ergeben", sagte Reijo Itkonen gegenüber evertiq.

Künftiges Wachstum?
Enics konzentriert sich auf Industrie- und Medizinelektronik, hauptsächlich im Business-to-Business-Bereich, und das Unternehmen hat seit dem Anfang vor zweieinhalb Jahren ein stabiles Wachstum erreicht. "Wir folgen unserem Plan, und ich freue mich über die gegenwärtige Situation. Es gibt derzeit keinen Grund unsere Strategie zu ändern", so Itkonen.

Nach Reijo Itkonen liegt das Marktpotential für industrielle Elektronik bei über 30 Milliarden Euro, wobei zusätzlich 15 - 16 Milliarden Euro durch andere von Enics adressierbare Märkte (Medizinelektronik und Messtechnik) hinzukommen. Nur 20 Prozent davon wird gegenwärtig ausgelagert. "Heute belegen wir weltweit betrachtet bei den Fertigungsdienstleistern den achten Platz und unser Ziel ist es unter die ersten fünf zu kommen", meint Itkonen.

Nach Itkonen ist das größte Wachstum in den aufstrebenden Märkten wie China, Indien und Amerika zu verzeichnen. "Wir zielen vor allen auf weltweit aktive Kunden, die wir bei ihren Nicht-Kernkompetenzen unterstützen und wir operieren global. Dabei möchten wir auch die Akquisition von OEMs künftig nicht ausschließen", so Itkonen. "Wichtiger für uns ist aber ein organisches Wachstum".

Ist Medizinelektronik das nächste große Ding?
Der Markt für Medizinelektronik ist groß und wächst derzeit sehr schnell. Die Hersteller von medizinischen Geräten sind sehr vorsichtig und lassen momentan nur sehr wenig von Fertigungsdienstleistern herstellen. Die Funktion und Qualität muss hier absolut sichergestellt sein. Enics strebt in dieser Marktnische eine führende Position an.

Wie steht es mit dem Wettbewerb aus Niedriglohn-Ländern?

"Wettbewerb gibt es immer. Wir versuchen immer gemeinsam mit dem Kunden seine Probleme zu lösen. Und wenn dieser die Produktion in eine kostengünstigere Region verlagern will, sind wir auch dazu bereit", sagt Itkonen.

Plant Enics ein IPO?
"Wir wollen zwar an die Börse, aber nicht innerhalb der nächsten zwei Jahre. Unser größter Investor Ahlström Capital hat einen starken industriellen Hintergrund und betrachtet dies als eine langfristige Perspektive", sagt Itkonen.

(Das Interview wurde leicht gekürzt. Den vollständigen Text finden Sie auf www.evertiq.com).

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