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Komponenten | 23 März 2009

Die Automobil-Krise: Erster Aderlass in der MEMS-Sensor Supply Chain

Die derzeitige wirtschaftliche Krise beeinträchtigt viele Teile der globalen Wirtschaft – vielleicht ist keine so sehr betroffen wie die Automobilindustrie. Hier ist der Umsatz 2008 um 6% gefallen und Prognosen gehen 2009 von einem Umsatzrückgang um 19% aus, erklärte iSuppli in seiner Automotive Praxis.
Weniger Autos bedeutet auch weniger Sensoren – vor allem MEMS-Sensoren, welche für die modernen Systeme (wie z.B. die Fahrzeugstabilitätskontrolle in vielen Mittel- und Luxus-Fahrzeugen oder der allgegenwärtige Airbag) unersetzlich sind. Offensichtlich sind die Auswirkungen auf die Lieferkette bereits ebenso dramatisch. Die meisten dieser Unternehmen haben 2008 typischerweise einen Umsatzrückgang um 6% bis 15% verzeichnet.

Die Krise beeinflusst die Lieferkette auf verschieden Art und Weise – hervorgehoben durch die Schließung der Systron Donner Automotive MEMS Quarz Gyroskop Division vor Weihnachten letztes Jahr. Schneider Electric entließ das gesamte Engineering-Team (87 Personen) und behielt nur eine Kernbelegschaft um vertraglichen Verpflichtungen einzuhalten. Dies geschah trotz eines geschätzten Umsatzes von fast $105 Millionen im Bereich Gyroskope im letzten Jahr. Das Unternehmen war eindeutig in einer Zwangslage und verlor bereits Marktanteile, als sein wichtigster langjähriger Kunde Continental zu Panasonic wechselte.

Ein zweiter Schlag war die Veräußerung von SenorNor (norwegische Division) durch Infineon. Diese Entscheidung wurde eindeutig durch die jüngste Rezession verschlimmert, welche den Markt für Reifendruck-Sensoren. Diese Geräte wurden in Norwegen entwickelt und teilweise hergestellt. Dies wird die Finanzlage für Infineon kurzfristig ausgleichen und die Führungsposition in diesem Bereich TPMS nur wenig beeinträchtigen, erklärte iSuppli. Einige Produktionsschritte werden auch weiterhin an SensorNor vergeben, aber die größeren Auswirkungen werden in den innovativen Kapazitäten von Infineon zu spüren sein – da das SensorNor-Team ein F&E-Team par excellence darstellt.

Es ist nicht alles schlecht
Dennoch gibt es einige Bereiche bei Automobil-Anwendung, welche sich nicht an Grenzen halten wollen: vor allem solche die durch andere als Marktkräfte angetrieben werden – Fahrzeugstabilitätskontrolle. Diese Systeme brauchen im Durchschnitt nur drei MEMS-Sensoren (Gyroskop, Akzelerometer und Druck-Sensoren). Diese Systeme sind für alle Fahrzeuge – in den USA ab 2012, in der Europäischen Union ab 2014 – obligatorisch.

Solche Entwicklungen bedeuten, dass einige Unternehmen sehr gut dastehen. Hier z.B. Sensata – führend bei Hochdruck-Sensoren welche bei ESC Brake Modulators verwendet wird. Das Unternehmen konnte bei den Einnahmen für Kfz-MEMS Sensoren 2008 einen leichten Anstieg verzeichnen.

Insgesamt geht der neueste iSuppli Automotive MEMS-Tracker davon aus, dass der Markt für Kfz-MEMS ab 2010 sein früheres (gesundes) Wachstum – nach den Rückgängen in den Jahren 2008 und 2009 – wieder sein erreichen wird.

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