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Komponenten | 04 Februar 2009

Qimonda stellt 300-mm-Fertigung in Richmond, USA ein

Die Konzentration auf die Buried Wordline-Technologie ist ein entscheidendes Element des globalen Restrukturierungs- und Kostensenkungsprogramms bei Qimonda. In diesem Zusammenhang wird nun die 300-mm-Fertigung am Standort Richmond, Virginia (USA), eingestellt.
Um den laufenden Betrieb weiter zu stabilisieren, werden gleichzeitig Verlust bringende Produkte und Aufträge beendet sowie Kernkompetenzen in der Produktion konzentriert. Die Umstellung des Standorts auf die Buried Wordline-Technologie kann in der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Situation nicht finanziert werden. Kunden werden zukünftig verstärkt mit Chips aus dem Werk in Dresden beliefert. Etwa 1.500 Mitarbeiter sind von der Restrukturierungsmaßnahme betroffen. Die Fertigung an den weiteren Standorten der Qimonda AG läuft derzeit weiter.

„Dieser Schritt ist unerlässlich, um die Effizienz der Produktion zu verbessern und Qimonda konsequent auf die nächste Speichergeneration, die innovative Buried Wordline-Technologie, auszurichten“, sagte Qimonda-Vorstand Thomas Seifert. Darüber hinaus ist der Nachweis der Tragfähigkeit der Kern-Entwicklungs- und Fertigungskompetenzen der Gesellschaft ein kritischer erster Schritt bei der Suche nach neuen Investoren.

Die Qimonda AG treibt die Ausrichtung auf seine Buried-Wordline-Technologie konsequent voran. Nachdem die erste Generation mit Strukturbreiten von 65 nm in Dresden bereits mit sehr guten Ergebnissen in der Volumenproduktion läuft, haben die Entwickler nun erste funktionsfähige DDR3 Speichermodule basierend auf der neuesten 46 nm-Technologie hergestellt.

Mit der neuen 46 nm-Technologie wird die Zahl der Chips pro Scheibe im Vergleich zur derzeitigen 75 nm-Technologie verdreifacht und es ist zu erwarten, damit die Effizienz in der Produktion um 200 Prozent gesteigert. Gleichzeitig sinkt der Stromverbrauch nach ersten Erkenntnissen um bis zu 75 Prozent. „Wir sind davon überzeugt, dass unsere neue Technologie der innovative Kern für die Entwicklung in eine ertragsstarke Zukunft ist“, sagte Thomas Seifert, Finanzvorstand und COO der Qimonda AG. „Die ersten erfolgreichen Testläufe mit den Modulen der neuen 46 nm-Generation und das bisherige Kunden-Feedback sind sehr ermutigend.“

Mit der neuen Chip-Generation verfügt Qimonda nach Meinung von Branchenexperten über einen deutlichen Wettbewerbsvorsprung. Jüngst hatte auch der weltweite Branchenführer Intel Corporation die führende Position der Qimonda AG in der DDR3-Technologie bestätigt.

Es wurden bisher keine endgültigen Entscheidungen hinsichtlich der zukünftigen Struktur der Gesellschaft getroffen, einschließlich darüber, ob die Geschäftsteile, die weitergeführt werden können, durch Qimonda gehalten werden oder in eine neue Gesellschaft eingebracht werden, die neuen Investoren gehört. Im letzteren Falle, oder wenn Investoren zur Finanzierung der Fortführung von Qimondas Unternehmen nicht gefunden werden können, würde die Qimonda AG voraussichtlich liquidiert.

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