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© dreamstime/Jagodka Elektronikproduktion | 06 Juli 2011

Apple-Geheimnisse gegen Bares ausgeplaudert

Ein ehemaliger Flextronics-Mitarbeiter, der f√ľr den Kunden Apple zust√§ndig war, hat gestanden, Gesch√§ftsgeheimnisse des Konzerns verraten zu haben.
Der 39-Jährige arbeitete bei Apples Zulieferer Flextronics und hatte dadurch Einblicke in kommende Neuheiten. Dieses Wissen soll er an kriminelle Börsenspekulanten weiterverkauft haben. Dem Angeklagten drohen nun bis zu 30 Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von mehr als 5 Millionen USD.

Au√üenstehende sollen bereits Monate vor dessen Ver√∂ffentlichung gewusst haben, dass das iPhone 4 eine zweite Kamera f√ľr Videotelefonate besitzt und dass Apple zudem eine Art Leseger√§t entwickelt - was sich sp√§ter als der Tablet-Computer iPad herausstellen sollte.

Investoren können mit dem Wissensvorsprung abschätzen, wie sich Kurse entwickeln - enorme Gewinne können die Folge sein. Der sogenannte Insider-Handel ist deshalb verboten. Wie wertvoll derartige Informationen sein können, lässt sich am Apple-Kurs ablesen: Im Oktober 2009, als der Angeklagte in einem Telefonat die Firmengeheimnisse verraten haben soll, kostete eine Aktie etwa 180 USD. Heute sind es rund 350 USD.

Der Mann geh√∂rte nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft einem Insider-Ring an, in dessen Mittelpunkt zwei Berater standen, die zahlungskr√§ftigen Spekulanten die passenden ‚ÄěExperten“ vermittelten haben sollen. Die Insider sollen dann √ľber Neuentwicklungen, Verkaufszahlen oder noch unver√∂ffentlichte Finanzergebnisse geplaudert haben.

Über den 39-Jährigen wird der Richter im Juli 2013 befinden.


Quelle: Handelsblatt
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