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Elektronikproduktion | 18 März 2010

Thermoprozesstechnik: Horizont hellt sich langsam auf

Zum Jahreswechsel lag die durchschnittliche Kapazitätsauslastung bei 75%, die Reichweite der Auftragsbestände bei knapp 6 Monaten. Die Talsohle sei jedoch noch nicht durchschritten, so der VDMA-Fachverband Thermoprozesstechnik.

„Die deutsche Thermoprozesstechnikbranche hat nach dem bereits Ende 2008 begonnenen Abschwung die Talsohle noch nicht vollständig durchschritten. Die Erwartungen hinsichtlich der Geschäftslage und des Exportgeschäfts waren zu Jahresbeginn ebenfalls verhalten“, erklärte Dr. Gutmann Habig, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbandes Thermoprozesstechnik. Zum Jahreswechsel lag die durchschnittliche Kapazitätsauslastung bei 75%, die Reichweite der Auftragsbestände bei knapp 6 Monaten. „Auch die Einschätzung der Unternehmen zur internationalen Wettbewerbsposition impliziert, dass nach wie vor keine sicheren Prognosen für die Entwicklung gerade auf den meisten der bis 2008 starken Märkten möglich sind", sagte Habig. Die Umsätze fielen im 2. Halbjahr 2009 im Mittel der Teilnehmer an der aktuellen Umfrage des VDMA-Fachverbandes Thermoprozesstechnik um nahezu 20% im Vergleich mit dem entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Die Auftragseingänge gingen gleichzeitig um durchschnittlich mehr als 30% zurück. Auftragsrückstellungen und Stornierungen machten der Mehrheit der Unternehmen 2009 zu schaffen. Ins Jahr 2010 startete mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer mit Kurzarbeit. Branche erwartet für 2010 leichte Verbesserung Für das 1. Halbjahr 2010 deutet sich dennoch eine leichte Verbesserung des Gesamtbildes an, ein knappes Drittel der Teilnehmer erwartet - verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres - wieder Umsatzzuwächse von durchschnittlich knapp über 10%. Ein Viertel der Melder geht von stagnierenden Umsätzen und ein gutes Drittel von Rückgängen von durchschnittlich ca. 30% aus. Die Auftragseingangserwartungen für die ersten 6 Monate 2010 sind insgesamt bereits etwas optimistischer - mit einem Gesamtdurchschnitt von plus 8%. Hierbei spielt neben der Zuwachserwartung der knappen Hälfte der Antwortenden auch die nun niedrigere Basis eine Rolle. „Wie die Umfrageergebnisse des Fachverbandes unterstreichen, stehen die deutschen Hersteller von Thermoprozesstechnik vor der großen Herausforderung, trotz fortdauernder Anstrengungen der Krisenbewältigung und unter hohem Wettbewerbsdruck an der kontinuierlichen Innovation und Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen zu arbeiten. Service und Beratung stehen dabei genauso auf der Tagesordnung wie die Steigerung der Energieeffizienz", resümierte Herr Habig. Exporte gingen 2009 um zwanzig Prozent zurück Die deutschen Exporte von Industrieöfen, Brennern und Feuerungen erreichten im Jahr 2009 noch einen Wert von knapp unter €2 Milliarden (€1.898 Mio.). Sie gingen gegenüber 2008 insgesamt um knapp 20% zurück und entwickelten sich damit geringfügig besser als der Maschinenbau-Durchschnitt mit ca. minus 24%. Für das Jahr 2009 werden im Vergleich mit 2008 unter den wichtigsten 10 Märkten nur 3 Wachstumsmärkte ausgewiesen: China, als nach wie vor größter Absatzmarkt, Indien und - auf einer recht niedrigen Vorjahresbasis - Kasachstan. Auf einzelnen Märkten in Südostasien (Indonesien, Singapur, Vietnam) sowie in Nord- und Westafrika (Ägypten, Elfenbeinküste) konnten ebenfalls Zuwächse verzeichnet werden, während außerhalb Chinas Ostasien (Japan, Korea, Taiwan) von starken Einbrüchen geprägt war.
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