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Elektronikproduktion | 10 März 2010

SEAS: Elektronikfertiger investieren wieder in Bestückautomaten

Die SMT-Industrie schwenkt wieder auf Wachstumskurs. Dabei zeigen sich große regionale Unterschiede: Während in China die Trendumkehr bereits Ende 2008 geschafft wurde, setzte sich der Abschwung in Europa noch bis zum Winterquartal 2009 fort.

Doch im Monatsvergleich steigen seither auch hier Absatz- und Auftragseingangszahlen, die Talsohle scheint durchschritten. Stephanie Pepersack, im SIPLACE Team zuständig für Market Intelligence, zeichnet im Interview ein zunehmend positives Lagebild der weltweiten SMT-Industrie. Mit welchen Daten arbeiten Sie bei Ihren Lageeinschätzungen und Marktprognosen? Um zu haltbaren Prognosen zu kommen, analysieren und konsolidieren wir eine Vielzahl von Daten. Dies beginnt natürlich mit den SIPLACE-internen Vertriebszahlen zu Absatz, Auftragseingang und Opportunities. Aber natürlich greifen wir auch auf Analysen von Verbänden und Instituten zu – auch aus SMT-nahen Bereichen oder den Hauptabsatzmärkten wie Telekommunikation, Consumer Electronics oder IT. Die Weltwirtschaftskrise hat tiefe Spuren hinterlassen – auch in der SMT-Branche. Viele Unternehmen zeigen sich weiterhin skeptisch, halten Investitionen zurück. Was zeigen Ihre Zahlen? Ohne Frage haben wir einen der rasantesten, umfassendsten und tiefsten Einschnitte in der Geschichte der Branche und auch der Weltwirtschaft erlebt. Doch die Analyse der aktuellen Zahlen bis zum Ende 2009 legt nahe, dass sich der zunächst nur auf China begrenzte Aufwärtstrend verbreitert und weltweit stabilisiert. China hatte ja bereits Ende 2008 den Tiefpunkt in der Investitionstätigkeit erreicht, seitdem explodiert diese Region geradezu. Davon profitieren auch wir bei Siplace: Wir haben von Oktober bis Dezember 2009 in China fast dreimal mehr Bestückautomaten als im Vorjahreszeitraum ausliefern können. Auch die Auftragseingänge steigen kontinuierlich und verfestigen diesen Trend. Wir wissen, dass wir hier überproportional gewachsen sind und damit auch unsere Wettbewerbsposition am wichtigen chinesischen Markt verbessern konnten. Dennoch: Jeder Hersteller von SMTEquipment spürt dieses rasante, fast unglaubliche Wachstum in dieser Region. Auch die anderen Länder in Südostasien sowie Nord- und Südamerika sind bereits seit mehreren Quartalen wieder auf Wachstumskurs. Spürbar verhaltener als China, aber doch deutlich und stabil Monat für Monat, Quartal für Quartal. Und Europa? Europa zieht jetzt verzögert aber ganz deutlich nach. Nach unseren Zahlen wurde in Europa der Tiefpunkt der Investitionstätigkeit nach der Sommerpause 2009 durchschritten. Seither verzeichnen wir im Monatsvergleich stabile Steigerungsraten bei den Investitionen. Moderat, kein Grund zu Überschwang und Euphorie, aber doch ein klarer Aufwärtstrend. Dank unserer starken Stellung in unserem Heimmarkt Europa wird Siplace überproportional von diesem Trend profitieren. Die Investitionen folgen der wachsenden Auslastung und sicherlich haben auch Branchentreffen und internationale Messen wie die Productronica in München positiv auf die Stimmung gewirkt. Für uns Analysten wichtig: Mit der jetzt spürbaren und durch Zahlen belegbaren Verbesserung in Europa, verzeichnen wir weltweit Wachstum in der SMT-Branche. Nach meiner Einschätzung wird sich das weiter stabilisieren und auch noch beschleunigen. Darauf weisen auch unsere internen Zahlen hin. Ein interessanter Frühindikator sind beispielsweise die „Opportunities“ die unsere Vertriebsmitarbeiter verfolgen: Sie weisen ganz deutlich auf einen Erfolg und das große Interesse an unserer neuen Siplace SX hin. Denn die Zahl dieser Opportunities haben sich in Q4/2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdoppelt. Das neue Capacity on Demand Konzept trifft offensichtlich genau die Anforderungen der Branche.
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