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Distribution | 17 August 2009

Deutscher Bauelemente-Distributionsmarkt im 2Q/ 2009

FBDi meldet für seine Mitglieder einen Distributionsumsatz mit Bauelementen im zweiten Quartal 2009 von 424 Mio. Euro. Book-to-Bill stieg auf 0,94

Das erste Halbjahr 2009 war geprägt von der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, von der sich auch der Elektronikmarkt und die Bauelementedistribution nicht entkoppeln konnten. Im zweiten Quartal 2009 gab der Umsatz der im FBDi organisierten Distributoren um 32% auf 424 Millionen Euro nach. Das gesamte erste Halbjahr 2009 endete mit einem Umsatzrückgang von 29% auf 906 Millionen Euro. Die Auftragslage beginnt sich auf sehr niedrigem Niveau zu stabilisieren, zumindest stieg die Book-to-Bill-Rate auf 0,94. Der kumulierte Auftragsrückgang für die ersten sechs Monate des Jahres lag bei -36%. Die Produktbereiche boten in Q2/2009 ein fast identisches Bild im Abschwung. Die Halbleiter gingen um 33% auf 294 Millionen Euro zurück. Passive Komponenten schrumpften um 30% auf 65 Millionen Euro, die Elektromechanik fiel um 29% zurück auf 51 Millionen Euro. Die Umsatzverteilung blieb auch im Abschwung stabil – Halbleiter trugen rund 70% zum Gesamtumsatz bei, Passive 15% und die Elektromechanik 12%. Mit 3% spielen andere Komponenten (Displays und Stromversorgungen) eine untergeordnete Rolle. FBDi-Vorsitzender Georg Steinberger (Avnet EM) beschreibt die Situation: Das erste Halbjahr war das schlechteste, an das ich mich in meiner über 20‑jährigen Laufbahn erinnern kann – nicht nur von der aktuellen Lage, auch von der Stimmung. Wir sehen jedoch erste Anzeichen der Besserung im Auftragseingang und hoffen, dass dies die Wende und nicht nur ein Strohfeuer ist. Insgesamt glaube ich, hat die Distribution die heftigste Krise in ihrer Geschichte und die enormen Ausschläge in der Supply-Chain erstaunlich gut absorbiert und auch im Sinne der Kunden sehr verantwortungsvoll gehandelt.“ Sein Ausblick: „Alle Prognosen sind grundsätzlich mit einer Prise gesundem Misstrauen zu nehmen. Doch ich glaube, dass die positiven Signale auf makroökonomischer Ebene, die inzwischen einen viel stärkeren Einfluss auch auf die Elektronik hat, auch auf unseren Markt durchschlagen und das zweite Halbjahr 2009 deutlich besser werden wird. 2010 könnte durchaus ein gesundes Wachstum bringen, doch im weltweiten Vergleich wird Europa zweifelsohne weiter verlieren. Langfristig wird Europa ein noch stärker von der Distribution geprägter Markt werden.“ (Foto: FBDi)
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