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Allgemein | 13 August 2009

Massiver Stellenabbau bei Solarzellenproduzent Q-Cells

Situation bei Q-Cells sei nicht repr├Ąsentativ f├╝r die Branche
Wie AD HOC NEWS berichtet, steht dem Solarzellenhersteller Q-Cells aus Thalheim ein umfangreicher Stellenabbau bevor. Das Unternehmen wird an seinem Stammsitz in Thalheim 500 Arbeitspl├Ątze abbauen und Produktionslinien schlie├čen. Die Linke forderte eine ├ťberpr├╝fung der F├Ârdermittelvergabe an Q-Cells. Trotz des massiven Umsatzr├╝ckgangs des sachsen-anhaltischen Vorzeigeunternehmens sieht die Branche insgesamt jedoch keine Anzeichen f├╝r eine Krise. In K├Âthen wird in der kommenden Woche mit dem Bau eines Solarparks begonnen, der in Zukunft Strom f├╝r rund 9400 Haushalte liefern soll. Q-Cells reagiert mit dem Stellenabbau auf den massiven Preisverfall und die deutlich gesunkene Nachfrage. Die Produktionskosten sollen um ein Viertel sinken, wie das b├Ârsennotierte Unternehmen am Donnerstag bei Vorlage der Halbjahresbilanz mitteilte. Um den Solarzellenhersteller sicher durch die Krise zu steuern, seien die Ma├čnahmen inklusive des Personalabbaus unabdingbar, sagte Vorstandsvorsitzender Anton Milner. Die Linke machte hingegen nicht die allgemeine Wirtschaftskrise, sondern verfehlte Unternehmenspolitik f├╝r den Stellenabbau verantwortlich. Q-Cells habe seit 2001 massive ├Âffentliche Unterst├╝tzung erhalten, sagte der Vorsitzende der Landtagsfraktion, Wulf Gallert. Nun m├╝sse ├╝berpr├╝ft werden, ob die Vergabe von F├Ârdermitteln an das Unternehmen an eine Arbeitsplatzbindung gekoppelt gewesen sei. Unternehmensangaben zufolge verbuchte der Solarzellenhersteller im ersten Halbjahr einen Umsatzr├╝ckgang gegen├╝ber dem Vorjahreszeitraum um 36,8 Prozent auf 366,2 Millionen Euro. Einem Gewinn im operativen Gesch├Ąft (EBIT) von 119,1 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres stand ein operativer Verlust von 47,6 Millionen Euro im gleichen Zeitraum 2009 gegen├╝ber. Q-Cells sieht sich als gr├Â├čter Solarzellenhersteller der Welt. Ende 2008 besch├Ąftigte das Unternehmen 2300 Mitarbeiter Trotz des massiven Umsatzr├╝ckgangs bei Q-Cells sieht der Sprecher des Solar-Clusters Mitteldeutschland, Hubert Aulich, keine Anzeichen f├╝r eine Krise. ┬źMan kann das nicht allgemein f├╝r die Solar-Branche geltend machen, was bei einem Unternehmen geschieht┬╗, sagte Aulich. Mitteldeutschland k├Ânne durch die enge Zusammenarbeit in einem Cluster schneller Kosten senken und seine Position behaupten. Im Solar-Cluster haben sich vor einem Jahr 29 Firmen, 17 Forschungseinrichtungen und vier Hochschulen zusammengeschlossen. Sie wollen daf├╝r sorgen, dass moderne Erkenntnisse und Verfahren sofort industriell umgesetzt werden. Dass die Lage von Q-Cells nicht unbedingt R├╝ckschl├╝sse auf die gesamte Branche zul├Ąsst, zeigt das Beispiel K├Âthen. Hier solle in den kommenden Monaten auf dem Gel├Ąnde eines ehemaligen Milit├Ąrflugplatzes ein neuer Solarpark mit einer Leistung von 45 Megawatt entstehen, sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums. In der kommenden Woche werde das Projekt mit einem ersten Spatenstich in Angriff genommen.
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