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Elektronikproduktion | 15 Juli 2009

Q-Cells mit Umsatzeinbruch

In Folge der weiterhin schwachen Entwicklung der weltweiten M√§rkte f√ľr Photovoltaik hat sich der Gesch√§ftsverlauf der Q-Cells im 2Q weiter verschlechtert. Ein Anziehen des Marktes in den Monaten April bis Juni, mit dem die Branche gerechnet hatte, ist in der Breite f√ľr Q-Cells nicht eingetreten.
Niedrigere Absatzmengen, die Verschiebung eines Gro√üprojektes in das dritte Quartal und die fortgesetzte Abw√§rtsdynamik der Preise f√ľr Solarzellen f√ľhrten nach vorl√§ufigen Berechnungen zu einem verminderten Umsatz von rd. 142 Mio. Euro (Vorquartal 225 Mio. Euro) und zu einem deutlichen Einbruch des operativen Ergebnisses (EBIT) auf ca. -62 Mio. Euro (Vorquartal 15 Mio. Euro).

Eine kurzfristige Anpassung der Waferpreise an das niedrigere Zellpreisniveau war bisher aufgrund bestehender Vereinbarungen mit Lieferanten nur eingeschr√§nkt m√∂glich. Weiterhin f√ľhrte im Wesentlichen der Preisverfall zu nicht cash-wirksamen Abwertungen im Umlaufverm√∂gen. Trotz der negativen Gesch√§ftsentwicklung wies die Q-Cells zum 30. Juni 2009 weiterhin einen hohen Bestand an liquiden Mitteln und kurzfristig verf√ľgbaren Kreditlinien in H√∂he von etwa 520 Mio. Euro aus.

Trotz einer erwarteten saisonal bedingten Erholung des Marktvolumens im zweiten Halbjahr wird weiterhin mit einem insgesamt schwierigen Marktumfeld und einem stark von der Entwicklung der Finanzm√§rkte abh√§ngigen Projektgesch√§ft gerechnet. Die bislang f√ľr das laufende Gesch√§ftsjahr angenommenen Gr√∂√üenordnungen f√ľr Umsatz und Produktion k√∂nnen aus heutiger Sicht nicht mehr erreicht werden. Vor diesem Hintergrund gibt der Vorstand derzeit keine neue Umsatz- und Produktionsprognose f√ľr das laufende Gesch√§ftsjahr ab.

Vor diesem Hintergrund entwickelt der Vorstand ein umfassendes Ma√ünahmenprogramm, das im Wesentlichen aus folgenden f√ľnf Komponenten besteht:
- Noch stärkere Anpassung der Kapazitäten an den Markt,
- Weitere Fokussierung und Reduktion der geplanten Investitionsvorhaben,
- Strafferes Cash Flow- und Working Capital-Management,
- Verschärfung und Beschleunigung des bereits bestehenden Kostensenkungsprogramms sowie
- Forcierung des Projektgeschäftes durch engere Zusammenarbeit mit ausgewählten Finanzierungspartnern.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-2