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RoHS | 12 Juli 2006

Überraschende Entscheidung der EU-Kommission zu DecaBDE

Die Debatte √ľber das bromierte Flammschutzmittel DecaBDE hat eine dramatische Wendung erfahren. W√§hrend die EU-Kommission noch letztes Jahr durch eine sehr umstrittene Entscheidung DecaBDE von dem Verbot ausgenommen hat, stellt sie nun klar, dass neue Elektro- und Elektronikger√§te, die nach dem 1. Juli NonaBDE in Konzentration √ľber 0,1% enthalten, nicht die Vorschriften der Richtlinie einhalten.
DecaBDE wird vor allem in Fernsehgeräten, Computern und vielen anderen elektrischen und elektronischen Anlagen eingesetzt. Das Flammschutzmittel wurde im letzten Oktober nach einer Risikoabschätzung aus der RoHS-Richtlinie ausgenommen.

Jetzt hat die Kommission klargestellt, dass eine normalerweise in kommerziellem DecaBDE vorhandene NonaBDE Verunreinigung nicht ausgenommen ist. Da kommerzielles DecaBDE ca. 3% NonaBDE enth√§lt, und da DecaBDE normalerweise in Konzentrationen von 10-20% in Polymeren verwendet wird, werden h√∂chstwahrscheinlich alle Elektro- und Elektronikger√§te deren Polymere mit DecaBDE versetzt wurden die gesetzlichen Grenzwerte um mindestens das Dreifache √ľberschreiten. Das Inverkehrbringen solcher Ger√§te ist damit illegal.

Auch die schwedische Regierung hat angek√ľndigt, dass eine Entscheidung zum DecaBDE-Verbot noch vor den Wahlen im September fallen soll.
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