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Leiterplatten | 15 Januar 2009

Deutscher Leiterplattenmarkt: Sondereffekte im Oktober 2008

Der Umsatz der Leiterplattenhersteller lag im Oktober 2008 um 14 Prozent unter dem außergewöhnlich hohen Wert des Vorjahres.
Er erreichte jedoch übliche Durchschnittswerte, berichten der Verband der Leiterplattenindustrie und der ZVEI-Fachverband Electronic Components and Systems. Der kumulierte Umsatz hält sich auf Vorjahresniveau (minus ein Prozent). Durch Verschiebungen großer Auftragsvolumina auf spätere Liefertermine fehlte jedoch die kurzfristige Auslastung. Die relativ hohe Abhängigkeit von Massenmärkten wie der krisengeschüttelten Automobilindustrie kann durch andere Industriezweige nicht kompensiert werden.

Die negativen Auswirkungen der beginnenden Rezession waren für die Leiterplattenhersteller im Oktober noch gering, Zulieferer spüren jedoch schon eine seit mehreren Monaten anhaltende Kaufzurückhaltung. Schon über einen längeren Zeitraum wurden von der Leiterplattenindustrie Lagerbestände konsequent und deutlich reduziert.

Trotz eines zu erwartenden Abschwungs auf dem Leiterplattenmarkt waren die Auftragseingänge im Oktober 2008 wieder auf dem besonders hohen Vorjahresniveau. Ursache sind relativ starre Beschaffungszeiträume mehrerer Abnehmerbereiche. Der über die ersten zehn Monate kumulierte Auftragseingang lag ebenfalls auf Vorjahreshöhe.

Durch den hohen Bestelleingang bei gleichzeitig durchschnittlichem Umsatz erreicht das Book-to-Bill-Ratio einen außergewöhnlichen Wert von 1,29.

Die Mitarbeiterzahl reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,2 Prozent. Reduzierte Umsatzerwartungen für die Folgezeiträume führen dazu, dass befristete Arbeitsverträge nicht verlängert werden.



*) Das Book-to-Bill-Ratio als Indikator für den mittelfristigen Trend kennzeichnet das Verhältnis von monatlichem Auftragseingang zu Umsatz, ein Book-to-Bill-Ratio von 1,10 entspricht zum Beispiel einem Auftragseingang von 1,10 € bei 1,00 € Umsatz im gleichen Zeitraum.

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