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Leiterplatten | 12 Januar 2009

CML ist weiter auf Expansionskurs

evertiq sprach mit den CML-Europe Gründer Günter Hoeft und dem Geschäftsführer Daniel Jacob über die Entwicklung des Unternehmens. Nach der Etablierung eines Büros in Norddeutschland kann durchaus auch eine Expansion nach Skandinavien in der Planung stehen.
Das Konzept s.m.a.r.t.: soll es weiter ausgebaut werden?
s.m.a.r.t. ist eine Erweiterung unseres Angebotes für unsere Kunden. Hier können wir Vorserien, Prototypen, aber auch Kleinserien mit den gleichen Materialien produzieren wie die späteren Endprodukte auch. So können wir unseren Qualitätsanspruch halten und unseren Kunden die höchst Mögliche Flexibilität bieten.

Wir haben zwei Hauptpartner in China. Das s.m.a.r.t.- Konzept haben wir bei unserem Partner Gainbase etabliert.
Bei unserem Partner Techwise betreuen wir überwiegend unsere Automotivekunden. Dort haben wir zum Jahreswechsel in vollautomatische Prüfautomaten investiert um dem Null - Fehler Anspruch der Kunden wieder einen Schritt näher zu kommen.

Wir sehen im Moment nicht die Notwendigkeit für einen weiteren Partner da wir mit unserem bestehenden Partner die an uns gestellten Anforderungen abdecken können.

Gibt es eine Errungenschaft auf die Sie besonders stolz sind?
Es gibt eine Sache, auf die wir ganz besonders stolz sind, und das ist die Zusammenarbeit mit unseren Vätern. Es gibt ein blindes Vertrauen, was unsere Zusammenarbeit positiv beeinflusst. Unsere Väter haben das Unternehmen aufgebaut und ihre 30-jährige Leiterplatten-Erfahrung mit eingebracht. Wir profitieren von ihrem Know-how auch heute noch täglich. Das wirkt sich auf das ganze Team aus und wir genießen sehr das gute Betriebsklima. Trotz des Wachstums haben wir den Charakter eines Familienunternehmens bewahrt.



Welche Konsequenzen hat die gegenwärtige schlechte Wirtschaftlage für CML?
Wir sehen die gegenwärtige Wirtschaftslage als große Chance für uns. Viele Unternehmen am Einkauf sparen und kommen auf uns zu. Wir sind jetzt an dem Punkt, wo wir am Markt recht bekannt sind und unser Konzept – deutscher Lieferant mit chinesischer Produktion – bedeutet auch, dass wir für Qualität gerade stehen und von daher sehen wir in der gegenwärtigen Wirtschaftslage neue Chancen und Potentiale.

Ich war wieder für eine Woche in Norddeutschland unterwegs und habe neue und sehr interessante Gespräche geführt. Diese bestätigen unser Gefühl dass wir optimistische Aussichten haben können.

Soll die Zusammenarbeit mit Ihren Produktionspartnern weiter ausgebaut werden?
Hier kommt wieder unsere Philosophie der Partnerschaft ins Spiel. Wir sind für unsere Kunden zuständig und haben hier ein breites Wissen am Markt. Unsere Produktionspartner besitzen das notwendige Know-how in der Produktion und konzentrieren sich auf ihre Stärken. Zusammen verfolgen wir eine Null-Fehler-Strategie und haben dies konsequent auf unsere Projekte übertragen.

Martin Schneider, ehemaliger Produktionsleiter von Inboard/ Sanmina Karlsruhe unterstützt uns mit seinem Fachwissen in der Produktion in China, welche so weiter vorangebracht wird. Ein großer Schritt waren die drei Prüfautomaten, welche wir kürzlich installiert haben. Je nachdem was der Markt von uns verlangt, werden wir gewisse Dinge weiter anpassen. Wenn 100% AOI kontrolliert werden muss – was wir heute auf den Außenlagen noch nicht müssen – dann werden wir das tun. Heute werden alle Innenlagen 100% AOI- kontrolliert.

Wenn ein Kunde nach einer chem. SN Oberfläche von 1,2µ Dicke fragt werden wir gemeinsam mit unseren Experten in der Produktion nach Lösungen suchen und die technischen Voraussetzungen erarbeiten. Wie Sie sehen bestimmt in allen Bereichen der Kunde unser Handeln.

Insgesamt haben wir mehrere deutsche Mitarbeiter in Asien. Im Moment haben wir zwei kaufmännische Verantwortliche in Hongkong und drei Leiterplattenexperten in China. Hongkong ist für uns die Schnittstelle zwischen Deutschland, unseren chinesischen Partnern und auch unseren Kunden weltweit wie in in Argentinien, Mexiko, Taiwan, und in China selbst.

Ist Indien eine Alternative für Sie?
Wir haben den Schritt nach China bereits 1980 gewagt uns so sehen wir im Moment unsere Stärken eindeutig im Umkreis Hongkong / Shenzhen. Wir kennen unsere Kunden und haben konsequent – in der direkten Zusammenarbeit mit unseren Partnern – eine Präsenz vor Ort aufgebaut. Für jemanden der heute nach China kommt und sagt „heute mache ich das auch so“, der hat es sicherlich etwas schwieriger. Das schwierigste ist mit Sicherheit erst mal an ein geeignetes Werk heranzukommen, den Kontakt aufbauen, etc. Die Menschen sind nun mal so veranlagt, dass man nicht heute hinkommen kann und schon ist man der beste Freund und morgen machen sie alles für dich. Man muss im laufe der Jahre immer wieder beweisen, dass du der richtige beste Partner für sie bist.

Mein Vater - Klaus Jacob – war letztes Jahr in Indien und hat sich dort umgeschaut. Und so wie sich das für uns dargestellt hat gibt es zurzeit keine Vorteile gegenüber China für uns und unsere Kunden. Wir beobachten das weiter, ohne im Moment aktiv zu werden.

Man sollte auch aufpassen, dass man keinen Spagat macht. Es macht keinen Sinn, dass man sich zu sehr ausbreitet. Alles was sie mit einem Werk aufbauen und etablieren müssen ist ein immenser Kraftakt. Wenn sie zu viele Kraftakte zur gleichen Zeit starten, dann verliert man ganz sicher an andere Stelle. Weniger ist an dieser Stelle mit Sicherheit manchmal mehr.

Wo ist Ihr stärkstes Kundensegment?
Glücklicherweise sind wir sehr breit aufgestellt, deshalb kann man das sicherlich ganz genau sagen. Bei vielen EMS kennen wir die Endkunden nur teilweise. Grob kann man jedoch sagen das Automobilsegment rund 50-60% ausmacht, Industrieelektronik und weiße Ware rund 30%. Der Rest verteilt sich so auf andere Bereiche wie Kommunikation und EDV.

Kommentare

Kritische Kommentare sind erlaubt und auch erwünscht. Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen, Beleidigungen und rassistische / homophobe und verletzende Äusserungen sind nicht erlaubt und werden entfernt.
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