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Elektronikproduktion | 20 August 2008

Wirtschaftliche Unsicherheiten stimulieren LCD-TV-Outsourcing

Harte Zeiten können tatsächlich ein Segen für die EMS-Dienstleister im Bereich Liquid Crystal Display-Fernseher (LCD-TV-) Markt sein, da viele bekannte OEM-Unternehmen die Auslagerung der Produktion erwägen - als Weg der Risikoreduzierung, berichtet iSuppli.

"Die letzte Reise nach Asien hat gezeigt, dass eine Reihe von japanischen und südkoreanischen LCD-TV-OEMs sich zunehmend für ein höheres Maß an Produktions-Outsourcing an EMS-Dienstleister und Original Design Manufacturers (ODMs) entscheiden," sagte Jeffrey Wu, Senior Analytiker, EMS und ODM Services für iSuppli. "Die wichtigsten asiatischen LCD-TV-Marken, die traditionell ungern ihre LCD-TV-Produktion an Outsourcing Partner vergeben, erklärten, dass Contract Manufacturing ihnen helfen könnte, die Risikobegrenzung und Asset Flexibilität während einer Zeit der wirtschaftlichen Unsicherheit zu verbessern." In Anbetracht dieser Entwicklung, sagt iSuppli voraus, dass 41,1% der im Jahr 2012 produzierten LCD-TVs durch Vertragshersteller produziert werden - gegenüber 28,2% im Jahr 2007. In der nachstehenden Tabelle präsentiert iSuppli ihrer Prognose für das In-house und die ausgelagerte LCD-TV-Produktion für den Zeitraum von 2007 bis 2012. Führende OEMs verändern ihre Outsourcing-Strategien Mit Ausnahme von Philips, stützen sich alle anderen der Top5 LCD-TV-OEM - Samsung, Sony, Sharp und LG - in erster Linie auf die interne Produktion um die Marktnachfrage zu erfüllen und machen nur begrenzten Gebrauch von Vertragsherstellern. Sony, zum Beispiel, stellte 2007 insgesamt 91,5% seiner LCD-Fernsehern In-House her und den Rest der Produktion übernahmen ODMs wie AmTRAN, Qisda, TPV und Wistron. Sharp, Samsung und LG hatten eine ähnliche Verteilung zwischen In-House Produktion und Outsourcing. Allerdings ist iSuppli der Ansicht, dass diese japanischen und koreanischen Herstellern, welche traditionell eher dazu neigen eine strikte Kontrolle über das Produkt-Design, das Supply-Chain-Management und die Herstellung zu befürworten, versuchen durch EMS-Dienstleister und ODMs finanzielle und operative Vorteile ziehen zu können. "Wir planen unsere Verkaufzahlen von TVs in den nächsten Jahren auf mehr als 80% auszubauen und nutzen ODMs um die Lücke in der Produktion zu füllen," kommentierte ein japanisches OEM-Unternehmen. Auswirkungen auf die Supply Chain OEMs sind besorgt, dass interne Produktionsanlagen auf Leerlauf geschalten müssen, wenn die Nachfrage der Verbraucher sich abschwächt. Dies zwingt OEMs dazu, ihre Outsourcing-Strategien zu überdenken. Mit anderen Worten, EMS-Dienstleister und ODMs ziehen vielleicht Vorteile aus dem wirtschaftlichen Umfeld um mehr ertäge zu gewinnen. Doch dieses Szenario basiert auf der Annahme, dass die Nachfrage der Verbraucher nach LCD-Fernsehern weiter wachsen wird - wenn auch langsamer. Sollte die Nachfrage jedoch sinken, dann würden OEMs ihre In-House Produktionkapazitäten in Anspruch nehmen, um eine höhere Kapazitätsauslastung auf allen Ebenen zu sichern. Alternativ können OEMs sich auch für eine Umstrukturierung ihrer Produktionsanlagen entscheiden, oder sogar die Produktion an Vertragsparter abgeben.
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2019.06.25 20:13 V13.3.22-2