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Elektronikproduktion | 22 Juli 2008

Siemens einigt sich mit Arbeitnehmern über Stellenabbau

Siemens hat sich mit der IG Metall und den Vertretern des Gesamtbetriebsrats (GBR) in einem Eckpunktepapier auf wesentliche Grundlagen für den geplanten Stellenabbau geeinigt.

In der Vereinbarung soll laut der Nachrichtenagentur Dow Jones festgelegt sein, dass der Konzernumbau ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen werde. Zudem habe sich Siemens verpflichtet bis Ende September 2010 keine Standorte zu schließen oder zu verlagern. Auch soll das Segment Industrie Montage Services (SIMS) ein integrierter Bestandteil des Unternehmens bleiben. Siemens hatte Mitte Juli angekündigt, weltweit rund 16.750 Arbeitsplätze abbauen zu wollen. Zudem wollte sich Siemens von der Service-Tochter SIMS mit ihren 1.200 Mitarbeitern trennen. Bis zum Jahr 2010 will Siemens die allgemeinen Vertriebs- und Verwaltungskosten um 10% senken, was einer Kostenreduzierung um 1,2 Mrd. Euro entspricht. Dies sollte durch einen Abbau von Arbeitsplätzen und durch Restrukturierungsprojekte erreicht werden. Das größte Restrukturierungsprojekt betrifft die Division Mobility. Insgesamt sollen hier 2.500 Stellen wegfallen, vorwiegend in Europa. Im Zuge der nun geschlossenen Vereinbarung sollen Werke an deutschen Standorten nicht geschlossen werden, allerdings werde es in diesem Bereich zu einem größeren Stellenabbau kommen. Die geplanten und vorgestellten Maßnahmen bei Siemens IT Solutions and Services (SIS) werden zurückgestellt und sollen umfassend überprüft werden. Hier wollte Siemens ursprünglich rund 550 Stellen abbauen und weitere 500 Stellen sollten durch zusätzliche Optimierungen wegfallen. Die geplanten Personalanpassungen insgesamt sollen "vor allem durch Altersteilzeit und vorzeitige, freiwillige Beendigungen erreicht werden", heißt es in der Erklärung der Arbeitnehmer weiter. Hierzu soll ein Interessenausgleich und Sozialplan abgeschlossen werden. Siemens habe sich verpflichtet, in diesem Rahmen Umschulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen anzubieten und zu finanzieren. "Alle diese Maßnahmen sind freiwillig", wird der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Ralf Heckmann zitiert. Der Gesamtbetriebsrat und die Firmenleitung wollen die in dem Eckpunktepapier festgehaltenen Grundsätze bis zum 15. August konkretisieren.
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