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Elektronikproduktion | 21 Februar 2008

Continental baut 2000 Stellen ab

Der VDO-Standort Wetzlar mit 450 Beschäftigten werde geschlossen, da Aufträge fehlten, teilte der Konzern heute bei der Bilanzvorlage in Hannover mit.
Dies war bereits von VDO geplant worden. Unabhängig davon seien im Konzern bis Ende Januar bereits 1800 Arbeitsplätze abgebaut worden. Die Integration von VDO soll mehr Einsparungen bringen als bisher geplant. „Wir erwarten bis 2010 deutlich mehr als 300 Millionen Euro an Synergien“, sagte Conti-Vorstandschef Manfred Wennemer. Bislang war der Konzern von 170 Millionen ausgegangen. Wegen des Stellenabbaus will Conti in den kommenden Tagen mit den Arbeitnehmervertretern sprechen.

Auch ohne die Anfang Dezember übernommene VDO, die Conti zum weltweit fünftgrößten Autozulieferer macht, erzielte der Konzern 2007 Bestmarken bei Umsatz und Gewinn. Der Umsatz kletterte um sieben Prozent auf 15,9 Milliarden Euro, mit VDO hätte Conti 26,4 Milliarden Euro umgesetzt. Vor Steuern und Zinsen steigerte Conti das Ergebnis um 15 Prozent auf 1,84 Milliarden Euro.

Alle VDO-Bereiche sollen so schnell wie möglich die Renditevorgabe von zehn Prozent erreichen. Alles, was auf Dauer nicht diese Mindestgröße bringe oder auf das Niveau gebracht werden könne, soll verkauft oder geschlossen werden, hatte Wennemer kürzlich deutlich gemacht. Am Donnerstag sagte er, das könne zwei Bereiche betreffen. Auch in Amerika seien in einigen Monaten Restrukturierungen geplant.

Die Gewerkschaft IG Metall hat den Autozulieferer vor Entlassungen und der Aufgabe von Werken gewarnt. Sie forderte Conti auf, den Restrukturierungsprozess ohne betriebsbedingte Kündigungen und Standortschließungen zu gestalten. Ein Abbau von Arbeitsplätzen im Produktionsbereich sei nicht nachvollziehbar. / Quelle: faz.net

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