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Allgemein | 13 Februar 2008

VDE-Studie sagt stark steigenden Stromverbrauch voraus

Bei Nutzung aller vorhandenen Technologiepotentiale und ohne jegliche Mengensteigerung beim Einsatz von Elektrogeräten kann der Stromverbrauch in Deutschland nach Ansicht des VDE um etwa 40 Prozent bis 2025 sinken. Ein „weiter wie bisher“ würde den Bedarf an elektrischer Energie dagegen um 60 Prozent steigen lassen.
In ihrer neuen Studie „Effizienz- und Einsparpotentiale elektrischer Energie in Deutschland – Perspektive bis 2025 und Handlungsbedarf“ zeigt die Energietechnische Gesellschaft im VDE (ETG), wie und in welcher Größenordnung mit den heute verfügbaren technologischen Mitteln die Energieeffizienz in Industrie, Verkehr, Haushalten, Gewerbe, Handel und Dienstleistung gesteigert werden kann. Darüber hinaus wird ein Ausblick auf zukünftige Technologien wie Supraleiter, magnetische Werkstoffe, Magnetlagertechnik oder SiC (Siliziumkarbid)-Technik gegeben. Die VDE-Experten schließen ihre Studie mit konkreten Handlungsempfehlungen für Politik. Industrie und Verbraucher.

Große Potentiale sieht der Verband in der Kraft-Wärme-Kopplung, die bis zu 30 Prozent Primärenergie einsparen könnte. Bei einer Erhöhung der Wirkungsgrade von Kleinmotoren von derzeit 40-75 Prozent auf mögliche 85 Prozent in den rund 100 Millionen Haushaltsgeräten rechnet der VDE mit Einsparungen von 8,2 TWh pro Jahr. Durch den Einsatz verbrauchssparender Geräte und energiesparendes Verhalten ließen sich allein die Stand-by-Verluste in den Haushalten um 5-10 TWh reduzieren, was 1-2 Prozent des gesamten Stromverbrauches entspricht. Die größten Potentiale stecken jedoch in der Optimierung von Gesamtanlagen. Hier sind bis zu 40 Prozent Einsparungen realisierbar. „Für ein ‚weniger als bisher’ beim Strom benötigten wir einen beschleunigten und radikalen Technologiewechsel mit entsprechenden Rahmenbedingungen “, sagte VDE-Energieexperte Prof. Wolfgang Schröppel bei der Vorstellung der Studie in Berlin, „das aber ist wirtschaftlich nicht realistisch“. Notwendig seien nicht zuletzt die Aufklärung von Verbrauchern und Veränderungen von Gewohnheiten und Verhalten. Dadurch ließen sich kurzfristig 10-15 Prozent Strom in den Haushalten sparen.

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