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Elektronikproduktion | 22 Januar 2008

Canon schließt Produktion in Deutschland

Noch in diesem Jahr will der japanische Elektronikkonzern Canon seinen einzigen deutschen Produktionsstandort in Gießen (Hessen) schließen. Einst war dies eine hochmoderne Fabrik für die Herstellung von Kopierern und die erste Fabrik für Büromaschinen außerhalb von Japan. Rund 400 Mitarbeiter sind in Gießen tätig.

Heute kann sie anscheinend gegen den Wettbewerb aus China nicht mehr bestehen. Laut Canon "erfordert der anhaltende Kostendruck in der Produktion von Kopierern eine Konzentration weltweit auf wenige kostengünstige Standorte", so die Sprecherin von Canon Gießen, Harue Zipse-Utsunomiya. Das Ende der Produktion sei keineswegs eine Folge mangelnder Qualität oder fehlenden Einsatzes der Mitarbeiter, sagt die Firmensprecherin. Gerade deswegen habe die Nachricht von der "Umstrukturierung" alle Mitarbeiter besonders getroffen, sagt Betriebsrätin Monika Müller. Im Jahr 2007 wurden noch etwa 10 000 Schwarz-Weiß-Kopierer in Gießen produziert. Aus Sicht des global tätigen Canon-Konzerns ist das Aus für das Werk in Hessen nicht zu vermeiden. Alle Mitbewerber in Europa hätten sich schon vor Jahren zu einem solchen Schritt entschieden und ihre Kopierer-Produktion nach Asien verlegt. Rund 400 Menschen sind derzeit bei Canon in Gießen beschäftigt. Ein Teil soll weiterbeschäftigt werden und sich künftig auf Service- und Unterstützungs-Dienste konzentrieren. Canon hatte 1972 diese erste Fabrik für Büromaschinen außerhalb von Japan in Gießen aufgebaut. Damals arbeiteten etwa 50 Menschen in der Kopierer-Fabrik.
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