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Allgemein | 29 Oktober 2007

Moderne Medizintechnik soll massive Einsparungen ermöglichen

Bis zu 1,5 Milliarden Euro könnten im Gesundheitswesen durch den konsequenten Einsatz moderner Medizintechnik eingespart werden. Dies ist das Ergebnis einer Studie der TU Berlin und der Unternehmensberatung Droege&Comp. im Auftrag des ZVEI und des Medizintechnik-Branchenverbandes SPECTARIS.
Wegen der Investitionskosten wird Medizintechnik von vielen Verantwortlichen bei Krankenkassen sowie bei √Ąrzten in Kliniken und in Praxen als Kostentreiber angesehen. “Die Studie zeigt jedoch klar, dass diese Annahme v√∂llig falsch ist. Investitionen in moderne Medizintechnik erlauben fr√ľhere Erkennung von Krankheiten, k√ľrzere Operationszeiten und schnellere Heilungsprozesse. Das erm√∂glicht k√ľrzere Aufenthaltszeiten der Patienten in Krankenh√§usern und damit Einsparungen bei Material- und Personalkosten“, betonten Christian Erbe, stellvertretender Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Elektromedizinische Technik, und Ulrich Krauss, Vorsitzender des Fachverbandes Medizintechnik von SPECTARIS.

In der Studie ‚ÄöDas Einsparpotenzial innovativer Medizintechnik im Gesundheitswesen‚Äô wurde an zehn Medizintechnik-Produkten detailliert untersucht, wie moderne Medizintechnik Abl√§ufe und Kostenstrukturen ver√§ndert. Abh√§ngig von der Zahl der potentiellen Anwendungsf√§lle wurden Einsparpotenziale zwischen f√ľnf und 990 Millionen Euro festgestellt. Zusammengerechnet betr√§gt das Einsparpotenzial der zehn Produkte 1,5 Milliarden Euro pro Jahr. Summiert mit dem Einsparpotenzial der Produkte aus einer Vorg√§ngerstudie des letzten Jahres, in dem andere Produktbeispiele untersucht wurden, betr√§gt das Einsparpotenzial weit mehr als zwei Milliarden Euro.

Es ist bedauerlich, dass die Einsparpotenziale in Deutschland nicht in vollem Umfang genutzt w√ľrden, so Krauss. ‚ÄěEin politisch √ľberreglementierter Gesundheitsmarkt in Deutschland behindert eine schnelle Verbreitung und fl√§chendeckende Nutzung innovativer Produkte.“ Dies hat nach Expertensch√§tzungen zu einem Investitionsstau im Krankenhausbereich von rund 30 Mrd. Euro gef√ľhrt.
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