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Messtechnik | 23 August 2007

Interview mit dem Geschäftsführer von Göpel electronic

evertiq.com hat sich mit Holger Göpel, Geschäftsführer des Testeranbieters Göpel electronic, über Testtechnologien und die Zukunft des Unternehmens unterhalten.
Frage: Was hat sich bei GOEPEL electronic über die Jahre geändert?

Die Änderungen bei GOEPEL electronic waren und sind immer stark mit den allgemeinen Änderungen des Marktes für elektronische und optische Testlösungen gekoppelt. Anfangs war GOEPEL electronic ein Anbieter von Test- und Messlösungen für JTAG/Boundary Scan, Automotive-Test und die Automatische Optische Inspektion (AOI). Dies waren Testtechnologien, die kaum etwas miteinander zu tun hatten.
Heute sind wir ein Anbieter, der dem Testingenieur eine "umfassende Testabdeckung" ermöglicht, indem individuelle Lösungen zu vollständigen Lösungen für einen elektronischen und optischen Test kombiniert werden. Überdies haben wir uns auf dem internationalen Test- und Messtechnikmarkt als ein führendes Unternehmen etabliert. Beispielsweise war unser Ziel vor zehn Jahren, zu den anerkannten Anbietern im Bereich der Automatischen Optischen Inspektion zu gehören - heute ist unser Anspruch einer der führenden AOI-Anbieter zu sein. Diese Verbesserung kann als eine entscheidende Änderung angesehen werden.

Frage: Welche Ziele verfolgt GOEPEL electronic?

GOEPEL electronic war schon immer ein Trendsetter und Technologieführer, der sich rühmen kann zu den ersten Anbietern von neuen Lösungen und Technologien zu gehören, und nicht anderen hinterher laufen muss und diesen versuchen zu folgen. Dies gilt nicht nur für offizielle Industriestandards wie PXI-Express, FlexRay, MOST oder LXI, sondern auch für unsere eigene Entwicklung, die bahnbrechende und revolutionäre Hardwareplattform für JTAG/Boundary Scan namens ScanFlex. Diese ist hinsichtlich ihrer Modularität, Flexibilität und Leistung einzigartig. GOEPEL konzentriert sich weiterhin auf neue Technologien und Ideen, um diese immer weiter zu verbessern und neu zu erfinden. Dies ist die einzige Möglichkeit um Marktführer zu bleiben. Überdies suchen wir kontinuierlich nach neuen Märkten und Technologiebereichen für Lösungen zur Qualitätssicherung, sowie nach neuen Partnern zum Austausch von Ideen.

Frage: GOEPEL electronic ist in Europa stark gewachsen, auf welche Bereiche konzentrieren Sie sich hier am meisten?

Natürlich ist GOEPEL electronic ein deutsches Unternehmen und unser Hauptmarkt ist in erster Linie Deutschland, wir konzentrieren uns aber selbstverständlich auf die wirtschaftlich starken Länder in Europa, wie Großbritannien, Frankreich und Italien. Daher haben wir in England und Frankreich auch Niederlassungen aufgebaut. Im Grunde sind wir in vielen Ländern der Welt präsent – entweder durch eigene Büros oder über erfahrene Distributoren, die eine ausgezeichnete lokale Kundenbetreuung für unsere mehr 5.000 weltweit installierten Systeme sicherstellen.

Frage: Wie wichtig ist für Sie die Zusammenarbeit mit Ihren Zulieferern?

Wir haben über die Jahre sehr gute Beziehungen zu unseren Lieferanten aufgebaut. Viele unserer Lieferanten kommen aus der Nähe unseres Hauptsitzes, wo die gesamte Entwicklung und Konstruktion erfolgt. Das bedeutet kurze Lieferzeiten und gute lokale Beziehungen. Es ist zudem ein Geben und Nehmen, da einige unserer Lieferanten auch unsere Kunden sind. Ein anderer wichtiger Punkt ist, dass optische Technologien und Feinwerktechnik in Jena erfunden und entwickelt wurden. Der Bereich ist in der ganzen Welt bekannt und akzeptiert, weil viele Hightech-Unternehmen, die unsere Lieferanten, Kunden und Partner sind, im "Saalecon Valley" angesiedelt sind, unsere Bezeichnung für die Technologieregion in und um Jena.

Frage: Was halten Sie von einer Verlagerung der Entwicklung in Niedriglohnländer?

Nichts. Es ist eigentlich ganz einfach. GOEPEL electronic steht für höchste Qualität und Standards, was nur auf der Basis der technischen Erfahrungen und des Wissens fortgesetzt werden kann, welche auch die Grundlagen des Unternehmens hier in Jena darstellen. Wir sehen dies als eine Fortsetzung der Tradition der Hightech-Region Jena, da wir uns quasi als Enkel von Ernst Abbe, Carl Zeiss und Otto Schott betrachten.

Frage: Wie sieht die Zukunft aus, sind auch Akquisitionen geplant?

Die Vergangenheit und Zukunft von GOEPEL electronic wird durch gesundes Wachstum bestimmt. Wir sind niemals zu schnell oder zu langsam gewachsen. Wir haben bislang kein anderes Unternehmen oder dergleichen übernommen, sondern sind durch interne Entwicklungen gewachsen. Wir investieren aber trotzdem in die Zukunft, z.B. in ein neues Firmengebäude – das wollen wir in diesem Jahr in Angriff nehmen.

Kommentare

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