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© swinnerrr dreamstime.com Elektronikproduktion | 02 Juli 2019

Standort für Batteriezellenforschung stößt auf Unmut

Die Entscheidung von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek zur Standortwahl für die Batteriezellenforschung in Münster wird heftig kritisiert. Die Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg haben sich in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel über die Entscheidung der Ministerin beschwert.

„Mit der Entscheidung für Münster, die wohl einen langwierigen Aufbau neuer Strukturen nach sich zieht, wird wertvolle Zeit im Wettlauf gegen Deutschlands Wettbewerber verloren“, zitiert die Deutsche Presse-Agentur aus dem Brief an Merkel. Und weiter: „Deutschland könne es sich nicht erlauben, die an den Standorten Ulm, Augsburg und Salzgitter vorhandenen Potenziale in Zukunft ungenutzt zu lassen“. Die drei Länder-Regierungschefs Weil, Söder und Kretschmann fordern Merkel in dem Schreiben auf, die Standortentscheidung nochmals zu prüfen und die fachlichen Gründe der Entscheidung „transparent und nachvollziehbar“ darzulegen, schreibt dpa weiter. Die Bundesregierung unterstützt die Forschung für neue Batterietechnologien mit 500 Millionen Euro. Die Bundesforschungsministerin hatte am Freitag den Zuschlag für Münster bekannt gegeben (Evertiq berichtete) und diesen gestern auch noch einmal verteidigt. Die Entscheidung habe nichts mit dem Standort in der Nähe ihres Wahlkreises zu tun, sagte Karliczek. Die Ministerin kommt aus Ibbenbüren in der Nähe von Münster. Soweit bekannt, hätten in der Auswahlkommission aber weder die Vertreter der Industrie noch die Vertreter der Fraunhofer-Gesellschaft als Gutachter der Standortbewerbungen für Münster votiert, heißt es von dpa weiter. Vielmehr habe die Auswertung der Fraunhofer-Gesellschaft andere Standorte, wie zum Beispiel Ulm, Salzgitter und Augsburg, an der Spitze des Bewerberfeldes gesehen.
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2019.06.25 20:13 V13.3.22-2