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© ZVEI Elektronikproduktion | 24 Juni 2019

Deutsche Elektroexporte zeigen sich robust

Im April 2019 sind die Exporte der deutschen Elektroindustrie um 3,8 Prozent gegenüber Vorjahr auf 16,8 Milliarden Euro gestiegen.

"Zwar hat sich das Wachstum verglichen mit den ersten drei Monaten dieses Jahres etwas verlangsamt, gleichwohl zeigen sich die Elektroexporte trotz globaler Konjunkturabkühlung und schwelender Handelskonflikte bislang ziemlich robust“, sagte Dr. Andreas Gontermann, ZVEI-Chefvolkswirt. "Allerdings stellt sich die Entwicklung der Lieferungen in die einzelnen Länder zunehmend differenzierter dar.“ Im Gesamtzeitraum von Januar bis April übertrafen die aggregierten Branchenausfuhren mit 71,5 Milliarden Euro ihren entsprechenden Vorjahreswert um 5,3 Prozent. Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland zogen stärker an als die Exporte. Sie erhöhten sich im April um 5,8 Prozent gegenüber Vorjahr auf 15,5 Milliarden Euro. Zwischen Januar und April stiegen sie um 6,8 Prozent auf 65,1 Milliarden Euro. Die deutschen Elektroexporte in die Industrieländer beliefen sich im April 2019 auf 10,8 Milliarden Euro – ein Plus von 2,9 Prozent gegenüber Vorjahr. Zuwächse gab es bei den Ausfuhren in die USA (+ 14,1% auf 1,6 Mrd. €) und nach Japan (+ 12,4% auf 258 Mio. €). Die Exporte in die Eurozone legten um 1,1 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro zu. Hier gab es ein Plus von 5,0 Prozent bei den Lieferungen nach Frankreich (auf 1,1 Mrd. €) und von 5,7 Prozent bei denen nach Italien (auf 789 Mio. €). Die Ausfuhren nach Großbritannien hingegen waren im April stark rückläufig (- 18,9% auf 662 Mio. €). Auch die Exporte in die Niederlande (- 11,6% auf 859 Mio. €), nach Österreich (- 5,2% auf 692 Mio. €) und Spanien (- 5,7 auf 507 Mio. €) fielen. Von Januar bis April nahmen die Branchenausfuhren in die Industrieländer um 5,3 Prozent auf 46,5 Milliarden Euro zu und die in den Euroraum um 6,1 Prozent auf 23,5 Milliarden Euro. Mit 6,0 Milliarden Euro übertrafen die Elektroausfuhren in die Gruppe der Schwellenländer ihren Vorjahreswert im April um 5,3 Prozent – ein fast doppelt so starker Zuwachs wie bei den Exporten in die Industrieländer. Die Ausfuhren nach China zogen um 9,1 Prozent gegenüber Vorjahr auf 1,8 Milliarden Euro an. Im Geschäft mit Russland gab es ein hohes Plus von 10,1 Prozent auf 354 Millionen Euro. Die Exporte nach Brasilien stiegen leicht um 1,0 Prozent auf 117 Millionen Euro. Hohe Rückgänge waren bei den Ausfuhren in die Türkei (- 20,4% auf 224 Mio. €) und nach Indien (- 12,0% auf 170 Mio. €) zu verzeichnen. Die Exporte nach Polen stagnierten im April (- 0,3% auf 698 Mio. €). Von Januar bis April summierten sich die Branchenausfuhren in die Schwellenländer auf 25,0 Milliarden Euro, womit sie um 5,2 Prozent höher lagen als vor Jahresfrist.
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2019.06.25 20:13 V13.3.22-2