Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
© dreamstime dimitios kaisaris Analysen | 25 Juli 2018

Transatlantischer Handel braucht klare Regeln statt krumme Deals

Im Handelsstreit mit US-Präsident Trump muss die EU kühlen Kopf bewahren und langfristige Perspektiven verfolgen.
"Der transatlantische Handel muss auf klaren Regeln basieren, nicht auf Drohungen und krummen Deals“, sagt Ulrich Ackermann, Leiter der VDMA-Außenwirtschaftsabteilung, vor dem Besuch von EU-Kommissionspräsident Juncker in Washington. „Eine pragmatische Lösung wäre ein schlankes Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA mit dem Ziel, alle Industriezölle abzubauen und technische Handelsbarrieren zu senken“, so Ackermann.

Eskalation im Handelsstreit vermeiden

Nach den US-Zöllen auf Stahl und Aluminium und den Gegenmaßnahmen der EU geht es nun darum, eine weitere Eskalation im Handelsstreit zu vermeiden. „Die angedrohten Strafzölle von mindestens 20 Prozent auf Automobilen aus der EU müssen im Interesse beider Seiten verhindert werden. Auch die amerikanische Automobilindustrie ist gegen den Aufbau weiterer Handelsschranken“, erläutert Ackermann.

Der transatlantische Handel muss auf klaren Regeln basieren, nicht auf Drohungen und krummen Deals.

Skeptisch steht der VDMA in dieser konkreten Lage der Idee sogenannter plurilateraler Zollabkommen gegenüber, die unter dem Dach der WTO einen Zollabbau nur in einem bestimmten Wirtschaftszweig schaffen. „Eine Vereinbarung mit den USA sollte weitgehend den gesamten Handel liberalisieren. Nur dann haben wir das leidige Thema der bilateralen Zölle ein für alle Mal vom Tisch und der Handelskonflikt wird damit auch langfristig beendet“, sagt Ackermann.

USA profitieren vom transatlantischen Maschinenhandel

Für den deutschen Maschinenbau waren die USA im vergangenen Jahr größter Auslandsmarkt mit einem Exportvolumen von knapp 18 Milliarden Euro. Im ersten Quartal 2018 exportieren deutsche Maschinenbauer Produkte im Wert von 4,6 Milliarden Euro in die USA, was einen Anstieg von 5,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Auch die USA profitieren vom transatlantischen Maschinenhandel; zum einen importierte allein Deutschland 2017 in diesem Sektor US-Produkte im Wert von 5,3 Milliarden Euro. Zum anderen ist Deutschland wichtiger Lieferant moderner Produktionsmittel für den Ausbau und die Modernisierung der amerikanischen Industrie.

Kommentare

Kritische Kommentare sind erlaubt und auch erwünscht. Diskussionen sind willkommen. Beschimpfungen, Beleidigungen und rassistische / homophobe und verletzende Äusserungen sind nicht erlaubt und werden entfernt.
Weiterführende Erläuterungen finden Sie hier.
Anzeige
Anzeige
Weitere Nachrichten
2018.10.15 23:56 V11.6.0-1