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© oliver sved dreamstime.com Analysen | 20 Juni 2018

Maschinenbau erhöht das Exporttempo

Ausfuhren wachsen in den ersten vier Monaten 2018 um 4,4 Prozent - Importe legen um 1,5 Prozent zu - USA und China weiter im Aufwind, Großbritannien- und TĂŒrkeigeschĂ€ft rĂŒcklĂ€ufig.
Die Ausfuhren der deutschen Maschinenbauer bleiben auf Wachstumskurs - trotz der vermehrt aufziehenden dunklen Konjunkturwolken am Horizont. Das zeigt sich in der guten Exportbilanz des laufenden Jahres: In den ersten vier Monaten konnten die Maschinenbauer ihre Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um nominal 4,4 Prozent auf 56,1 Milliarden Euro steigern.

Im ersten Quartal hatte das Wachstum nur 3,0 Prozent erreicht. Das lag allein an einem mageren Ergebnis im MĂ€rz (minus 2,7 Prozent). Denn der MĂ€rz hatte zwei Arbeitstage weniger als der Vorjahresmonat. „Im April kam der erwartete Ausgleich, denn dieser Monat hatte zwei Arbeitstage mehr als im Vorjahr. Das fĂŒhrte zu einem starken Plus im April von 8,6 Prozent“, erlĂ€utert VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann. Die Einfuhr von Maschinen und Anlagen nach Deutschland wuchs im Zeitraum Januar bis April – vor allem wechselkursbedingt - lediglich um 1,5 Prozent auf 23,7 Milliarden Euro.

Die stĂ€rksten WachstumsschĂŒbe bei den Exporten kamen wieder aus den USA und aus China. Die Lieferungen in die USA profitieren von der guten InvestitionsgĂŒterkonjunktur und legten somit um 7,5 Prozent zu. Positive Effekte, die auf die Möglichkeit der Sofortabschreibung zurĂŒckgehen, sind in diesen Zahlen noch nicht enthalten, da die Steuerreform erst im Dezember vergangenen Jahres verabschiedet wurde. Im China-GeschĂ€ft wurde ein Plus von 16,4 Prozent erzielt. Hier wird der Zuwachs im Vergleich zu den Wachstumsraten im vergangenen Jahr (22,6 Prozent) allmĂ€hlich kleiner. Dies war erwartet, da die chinesische Regierung sich wieder verstĂ€rkt den Restrukturierungsmaßnahmen widmen muss. Das schwĂ€cht die Nachfrage und kostet Wachstum. „Dennoch können die Exporte nach China weiter steigen, da die Volksrepublik mit ihrer Initiative „Made in China 2025“ einen wachsenden Bedarf an qualitativ hochwertigen Maschinen aus Deutschland hat“, erlĂ€utert Wortmann.

Die Lieferungen in die PartnerlĂ€nder der EuropĂ€ischen Union ĂŒbertrafen ihr Vorjahresniveau zwar nur um 1,7 Prozent. Diese Zahlen haben allerdings vorlĂ€ufigen Charakter. Sie werden in den nĂ€chsten Monaten noch stark nach oben revidiert. Nach einer solchen Korrektur wird sich das Wachstum hier ebenfalls deutlich stĂ€rker zeigen. Die Exporte ins Vereinigte Königreich (minus 2,2 Prozent) und in die TĂŒrkei (minus 3,5 Prozent) waren erwartungsgemĂ€ĂŸ rĂŒcklĂ€ufig.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-2