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© pichetw dreamstime.com Analysen | 25 Januar 2018

Produktionsplus von drei Prozent für Elektroindustrie in 2018

"Die deutsche Elektroindustrie zeigt sich stark wie lange nicht. Wir verzeichnen das beste Wachstum seit 2011. Umsatz und Export schlossen 2017 mit Rekorden ab. Auch die Zahl der BeschĂ€ftigten ist nochmals deutlich gestiegen", sagte Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der ZVEI-GeschĂ€ftsfĂŒhrung.
Der FachkrĂ€ftemangel stelle aber eine große Herausforderung dar. Der Staat mĂŒsse mehr in die Zukunft und damit in Bildung, Forschung und Infrastruktur investieren. FĂŒr 2018 ist der Verband optimistisch. Erwartet wird, dass die preisbereinigte Produktion der Branche um drei Prozent wachsen wird. "Gleichzeitig gehen wir von einem Anstieg der Erlöse auf 196 Milliarden Euro aus“, so Dr. Mittelbach. Die preisbereinigte Produktion der Elektroindustrie wuchs von Januar bis November 2017 um 4,6 Prozent gegenĂŒber Vorjahr. Der Umsatz – der auch Dienstleistungen und Software umfasst – nahm im gleichen Zeitraum um noch krĂ€ftigere 7,3 Prozent auf 174 Milliarden Euro zu. Im gesamten vergangenen Jahr sollte er sich auf gut 190 Milliarden Euro belaufen haben. Dies sind rund acht Milliarden Euro mehr als im bisherigen Rekordjahr 2007. Exporte: Viertes Rekordjahr in Folge Besonders stark zeigte sich erneut der Export: Von Januar bis November 2017 nahmen die gesamten Branchenausfuhren, einschließlich Re-Exporten, um 10,1 Prozent gegenĂŒber Vorjahr auf 183,3 Milliarden Euro zu. Im gesamten vergangenen Jahr kamen sie schĂ€tzungsweise nahe an die 200-Milliarden-Euro-Marke heran und verzeichneten damit den nunmehr vierten Rekord in Folge. Die meisten Exporte gingen 2017 nach China, gefolgt von den USA und Frankreich. Die Branchenausfuhren nach China stiegen zwischen Januar und November des vergangenen Jahres um 18,1 Prozent gegenĂŒber Vorjahr auf 17,4 Milliarden Euro. Die Exporte in die USA erhöhten sich im gleichen Zeitraum um 6,9 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro – obgleich der Euro gegenĂŒber dem Dollar im letzten Jahr um 15 Prozent aufgewertet hat. Frankreich fragte mit 11,5 Milliarden Euro insgesamt 8,1 Prozent mehr elektrotechnische und elektronische Produkte und Systeme aus Deutschland nach. Chancen des Klimaschutzes fĂŒr Deutschland ergreifen „Ziel in Deutschland muss sein, die InnovationsfĂŒhrerschaft im Bereich der Klimaschutztechnologien auszubauen“, so Dr. Mittelbach. FĂŒr die 19. Legislaturperiode bedeute das, jetzt die Digitalisierung und den Umbau des Energiesystems zusammenzufĂŒhren. Dass das politisch formulierte Klimaschutzziel, die CO2-Emissionen bis 2050 um mindestens 80 Prozent gegenĂŒber 1990 zu reduzieren, technologisch und volkswirtschaftlich erreichbar sei, bestĂ€tige auch die kĂŒrzlich veröffentlichte BDI-Studie „Klimapfade fĂŒr Deutschland“. Die Studie zeige große Chancen fĂŒr die deutsche Industrie und Deutschland insgesamt, die wir konsequenter als bisher nutzen mĂŒssen. „Wenn wir im eigenen Land zeigen, wie durch die erneuerbaren Energien, Digitalisierung und Energieeffizienz ein leistungsstarkes Energiesystem entsteht, können wir mit unseren Technologien auch Exporterfolge erzielen und den Wirtschaftsstandort Deutschland stĂ€rken“, so Dr. Mittelbach weiter. Die Bundesregierung mĂŒsse jetzt fĂŒr SchlĂŒsseltechnologien ein starkes innovationsfreundliches Umfeld schaffen.
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2019.02.21 14:28 V12.2.5-2