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© OHB Elektronikproduktion | 24 Januar 2017

Europas neue geostationäre Satellitenplattform 'Made in Germany'

Die OHB System AG hat mit einer gemeinsamen Informationsveranstaltung mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) den inoffiziellen Countdown für den Start des ersten Satelliten der SmallGEO-Baureihe gestartet.

"Mit der Entwicklung der SmallGEO-Plattform ist die Systemfähigkeit für deutsche Telekommunikationssatelliten nach gut 20 Jahren wiedererlangt worden", sagte Marco Fuchs, Vorstandsvorsitzender der OHB System AG, im Rahmen der Veranstaltung, und verdeutlichte, dass der Start des Satelliten aus mehreren Gründen für OHB von besonderer Bedeutung sein wird: "Unsere Vision, einen geostationären Satelliten in der 3-Tonnen-Klasse für den kommerziellen Markt zu entwickeln, ist Realität geworden: Erstmalig startet ein von OHB entwickelter Telekommunikationssatellit. H36W-1 haben wir für unseren ersten kommerziellen Auftraggeber, den spanischen Satellitenbetreiber HISPASAT, entwickelt und gebaut." Der SmallGEO ist ein 'echter Bremer': "Die Idee, mit kleineren, flexibleren Satelliten einen neuen Markt unterhalb der klassischen, großen geostationären Satelliten zu erschließen, kam vom Raumfahrtvisionär Manfred Fuchs − und wurde in der 'City of Space' ersonnen und entwickelt", so Martin Günthner, Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen der Freien Hansestadt Bremen. Der erste SmallGEO-Satellit wird derzeit am ESA-Weltraumbahnhof Kourou für seinen Start in der Nacht vom 27.01.2017 auf den 28.01.2017 vorbereitet und trägt den Namen H36W-1. Der Telekommunikationssatellit basiert auf der neuen, von der OHB System AG im Rahmen des ARTES-Programms (Advanced Research in Telecommunications Systems) der ESA entwickelten Satellitenplattform SmallGEO. H36W-1 wurde im Rahmen eines PPP-Projektes (public-private-partnership) zwischen der ESA, dem spanischen Satellitenbetreiber HISPASAT und dem Raumfahrtsystemhaus OHB System AG realisiert. Eingegliedert in die Satellitenflotte von HISPASAT wird H36W-1 künftig aus 36.000 km Höhe zur Versorgung der Iberischen Halbinsel, der Kanarischen Inseln und Südamerika mit Multimediadiensten beitragen. Der Satellit HISPASAT 36W-1 verfügt über die innovative regenerative Nutzlast RedSAT, die aus einem Prozessor sowie einer Antenne besteht, die den rekonfigurierbaren Strahl aktiv empfängt. Damit erreicht HISPASAT bei den Kommunikationsdienstleistungen eine größere Flexibilität. Dr. Gerd Gruppe leitet als Vorstand das Raumfahrtmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn und verwaltet und steuert im Auftrag der Bundesregierung die deutschen ESA-Beiträge sowie die nationalen Programme und stellte bei der Veranstaltung die Bedeutung des SmallGEO-Programms für Deutschland in den Vordergrund: "Mit SmallGEO erreichen wir eine neue Systemfähigkeit in Deutschland. Das stärkt unsere Industrie, auch im internationalen Wettbewerb. Zudem wird damit ein zentrales Ziel der deutschen Raumfahrtstrategie umgesetzt." Mit OHB als Gesamtverantwortlichem, der Tesat-Spacecom GmbH aus Backnang als Hauptauftragnehmer für die Telekommunikationsnutzlast und der Jena Optronik GmbH als Lieferant der Sternsensoren sowie weiteren kleinen und mittelständischen Unternehmen, ist die Wertschöpfung bei H36W-1 in Deutschland außerordentlich hoch. Günther Adam, Mitglied der Tesat-Spacecom Geschäftsführung, wies auf die Besonderheit der Nutzlast hin: "Mit SmallGEO finden unsere Telekommunikationsnutzlasten aus Backnang endlich wieder einen optimalen Satellitenbus aus Deutschland. Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass wir nach H36W-1 auch auf dem nächsten europäischen SmallGEO-Satelliten, EDRS-C, wieder mitfliegen werden." ----- Bild: Hochrangige Gäste bei OHB: Dr. Gerd Gruppe, Senator Martin Günthner, Bundestagsabgeordnete Sarah Ryglewski, Marco Fuchs, Andreas Lindenthal
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