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© ra2studio dreamstime.com Analysen | 01 Dezember 2016

Deutscher Halbleitermarkt: 2016 mit Rückgang, 2017 wieder mit Wachstum

Der deutsche Halbleitermarkt wird in diesem Jahr um 4,4 Prozent auf EUR 11,4 Milliarden zurĂŒckgehen, so die Erwartung von Stephan zur Verth, Vorsitzender der Fachgruppe Halbleiter-Bauelemente im ZVEI-Fachverband Electronic Components and Systems.
"Mit einem nahezu gleichgroßen RĂŒckgang auf Dollarbasis von vier Prozent geht der deutsche Halbleitermarkt im laufenden Jahr voraussichtlich stĂ€rker zurĂŒck als der weltweit stagnierende Halbleitermarkt.“ FĂŒr 2017 rechnet zur Verth mit einem Inlands-Wachstum von gut drei Prozent auf knapp EUR 12 Milliarden. In der Region Europa/Naher Osten/Afrika (EMEA) weist der Halbleiter-markt im laufenden Jahr einen UmsatzrĂŒckgang von voraussichtlich fĂŒnf Prozent auf knapp ĂŒber USD 32,5 Milliarden aus. 2017 kann dieser Halbleitermarkt um drei Prozent auf gut USD 33,5 Milliarden wachsen, gibt sich zur Verth optimistisch. Welt-Halbleitermarkt in der Reifephase Weltweit stagniert der Mikroelektronikumsatz im aktuellen Jahr bei fast USD 335 Milliarden zum Jahresende. FĂŒr 2017 rechnet zur Verth wieder mit einer Umsatzsteigerung von 3,3 Prozent auf knapp USD 346 Milliarden. "Der Halbleitermarkt hat sich mittlerweile zu einem sogenannten ‚reifen Markt‘ entwickelt. Dessen Wachstumsraten sind im Wesentlichen von neuen Applikationen und von der konjunkturellen Entwicklung abhĂ€ngig", erlĂ€utert zur Verth. "Seit 2010 beobachten wir ein gemitteltes jĂ€hrliches Wachstum von knapp zwei Prozent. Sensorik/Aktorik ist eine europĂ€ische StĂ€rke Weltweit das grĂ¶ĂŸte Wachstum von ĂŒber 20 Prozent zeigt im laufenden Jahr das Halbleiter-Produktsegment Sensorik/Aktorik. In den kommenden Jahren wird dieses Segment weiterhin am stĂ€rksten zunehmen. Nahezu jeden zweiten Sensor/Aktor liefern derzeit Unternehmen mit Firmensitz in Europa. Allerdings hat dieses Segment 2016 mit knapp USD 11 Milliarden noch den kleinsten Anteil am weltweiten Halbleitermarkt. EuropĂ€ischer Markt stabilisiert sich Japan und die Region EMEA stellen mit einem Anteil von jeweils zehn Prozent die umsatzschwĂ€chsten Regionen des gesamten Halbleiter-markts dar. "Der Marktanteil unserer Region ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Jedoch hat der europĂ€ische Markt gute Chancen, sich auf diesem Niveau zu stabilisieren“, so zur Verth. Mit ĂŒber 60 Prozent Weltmarktanteil ist Asien/Pazifik auch im Jahr 2016 weiterhin die umsatzstĂ€rkste Region, wovon alleine auf China mit 32 Prozentpunkten mittlerweile die HĂ€lfte dieses Anteils entfĂ€llt. Die zweitstĂ€rkste Region Nord- und SĂŒdamerika hat mit 19 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr leicht Marktanteile verloren.
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