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© cacaroot dreamstime.com Analysen | 14 November 2016

Elektroindustrie: Auftragseingänge treten auf der Stelle

"Die AuftragseingĂ€nge in der deutschen Elektroindustrie sind im September dieses Jahres auf der Stelle getreten“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann.
Insgesamt gab es lediglich ein ganz leichtes Plus von 0,1 Prozent gegenĂŒber Vorjahr. Die InlandsauftrĂ€ge gaben um 4,0 Prozent nach, wohingegen die AuslandsauftrĂ€ge um 3,3 Prozent anzogen. Kunden aus der Eurozone orderten 2,9 Prozent weniger als vor einem Jahr, Kunden aus DrittlĂ€ndern allerdings 6,9 Prozent mehr. In den ersten drei Quartalen 2016 verfehlten die Bestellungen ihren Vorjahreswert um 1,0 Prozent. Die AuftrĂ€ge aus dem Inland blieben hier unverĂ€ndert (-0,1 Prozent), die aus dem Ausland gingen um 1,7 Prozent zurĂŒck. WĂ€hrend aus dem Euroraum 1,1 Prozent mehr Orders eingesammelt werden konnten als vor einem Jahr, fielen die Bestellungen aus dem Rest der Welt um 3,2 Prozent geringer aus. Produktion und Umsatz gehen im September leicht zurĂŒck Die preisbereinigte Produktion der heimischen Elektroindustrie ist im September dieses Jahres um 0,4 Prozent gegenĂŒber Vorjahr gesunken. Kumuliert von Januar bis September 2016 gab es aber einen Zuwachs von 1,6 Prozent. Die nominalen Erlöse der Unternehmen gaben im September ebenfalls leicht um 0,3 Prozent gegenĂŒber Vorjahr auf 16,3 Milliarden Euro nach. Der Inlandsumsatz sank um 0,5 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro, der Auslandsumsatz blieb mit 8,5 Milliarden Euro so hoch wie im Vorjahr (0,0 Prozent). Die Erlöse mit Kunden aus der Eurozone sackten deutlich um 7,7 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro ab. Dagegen konnte der Umsatz mit DrittlĂ€ndern um 4,8 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro zulegen. In den gesamten ersten neun Monaten dieses Jahres kam der Branchenumsatz auf 131,7 Milliarden Euro und lag damit 1,1 Prozent höher als vor einem Jahr. Inlands- und Auslandserlöse erhöhten sich dabei um 1,7 bzw. 0,6 Prozent auf 64,0 und 67,7 Milliarden Euro. Der Umsatz mit Euroraum-Kunden fiel mit 24,7 Milliarden Euro um 0,4 Prozent geringer und der mit der ĂŒbrigen Welt (von 43,0 Milliarden Euro) um 1,2 Prozent höher aus als im Vorjahr. Das GeschĂ€ftsklima in der deutschen Elektroindustrie ist unterm Strich auch im Oktober gestiegen. „WĂ€hrend sich die Beurteilung der aktuellen GeschĂ€ftslage gegenĂŒber dem Vormonat deutlich verbessert hat, gingen die allgemeinen GeschĂ€ftserwartungen allerdings etwas zurĂŒck. Die Bruttoanlageinvestitionen der deutschen Elektroindustrie beliefen sich im vergangenen Jahr 2015 auf 6,4 Milliarden Euro. Bezogen auf den Branchenumsatz entsprach dies einer Quote von 3,6 Prozent. „Den Planungen der Unternehmen zufolge dĂŒrfte das diesjĂ€hrige Investitionsvolumen insgesamt um 8,0 Prozent höher ausfallen als im Vorjahr und damit knapp 6,9 Milliarden Euro erreichen“, so Dr. Gontermann. „In der HĂ€lfte der FĂ€lle ist hierbei die Erweiterung der ProduktionskapazitĂ€ten das Hauptinvestitionsmotiv. Bei 31 Prozent der Unternehmen stehen Rationalisierungsinvestitionen und bei 20 Prozent Ersatzinvestitionen im Vordergrund.“
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2019.02.22 14:26 V12.2.6-2