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© rawpixelimages dreamstime.com Leiterplatten | 22 April 2016

Investorenprozess für Leiterplatten-Hersteller Brockstedt gestartet

Der vorläufige Insolvenzverwalter der Hans Brockstedt GmbH, Rechtsanwalt Wilhelm Salim Khan Durani, blickt optimistisch in die Zukunft des Kieler Herstellers von Leiterplatten für die Luft- und Raumfahrtindustrie.
Die Sanierung des Kieler Elektronikunternehmens Hans Brockstedt GmbH wurde eingeleitet und erste ernsthafte Investoren sind an einem Einstieg in den etablierten Hersteller von Leiterplatten interessiert. Am 05. April 2016 hatte das Amtsgericht Kiel die vorläufige Insolvenzverwaltung über das Vermögen der Hans Brockstedt GmbH angeordnet (25 IN 77/16) und den Kieler Rechtsanwalt und erfahrenen Sanierungsexperten Wilhelm Salim Khan Durani von der Kanzlei Cornelius + Krage zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Die Auftragslage des Unternehmens, dessen Produkte unter anderem im Mars Rover Curiosity und im Airbus A380 zum Einsatz kommen, ist hervorragend und übertrifft sogar die Erwartungen. Deshalb ist Khan Durani sehr optimistisch: „Wir erarbeiten eine langfristige Perspektive für die Hans Brockstedt GmbH. Ich gehe davon aus, dass wir den gesamten Geschäftsbetrieb dauerhaft erhalten können“, so der Rechtsanwalt. Er strebt die Sanierung des Unternehmens durch Veräußerung des gesamten Geschäftsbetriebes oder im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens an und hat einen entsprechenden Investorenprozess eingeleitet.

Erste Investoren aus dem In- und Ausland haben sich bereits interessiert gezeigt.

Die Hans Brockstedt GmbH ist ein Produzenten von elektrischen Leiterplatten im High-End-Bereich, insbesondere für die Luft- und Raumfahrtindustrie sowie militärische Abnehmer. In Ergänzung zum Standartzertifikat nach DIN EN ISO 9001 hält die Hans Brockstedt GmbH als einer von nur wenigen Produzenten in Europa auch die MIL-PRF-31032/1/2/3/4 Zertifizierung.

Der Geschäftsbetrieb wird im Rahmen des Insolvenzeröffnungsverfahrens uneingeschränkt fortgeführt. Die Löhne und Gehälter der rund 70 hochqualifizierten Mitarbeiter sind im Rahmen des Insolvenzgeldes gesichert, heißt es weiter.

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