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© thomaspajot dreamstime.com Analysen | 14 April 2016

Wechselkurseinfluss auf die deutsche Elektroindustrie

Änderungen des Wechselkurses zwischen Euro und US-Dollar haben sich in der Vergangenheit auf die Ausfuhrentwicklung der deutschen Elektroindustrie ausgewirkt.
Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie der IKB Deutsche Industriebank AG und des ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. „Unsere gemeinsame Analyse der letzten anderthalb Jahrzehnte zeigt, dass Euro-Abwertungen regelmĂ€ĂŸig mit einem ĂŒberdurchschnittlichen Anstieg der Elektroexporte einhergehen – und umgekehrt“, so Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt des ZVEI. „Allerdings ist der Wechselkurs nur ein Einflussfaktor unter vielen, dessen Gewicht zudem davon abhĂ€ngt, welche Fachbereiche der Branche man betrachtet.“

Mittelfristig schlagen sich WechselkurseinflĂŒsse auch in den strategischen Entscheidungen der Unternehmen nieder. Dr. Klaus Bauknecht, Chefvolkswirt der IKB: „International agierende Unternehmen benötigen angesichts der hohen VolatilitĂ€t auf den DevisenmĂ€rkten eine passgenau zugeschnittene Risiko- und Absicherungsstrategie. Dies gilt vor allem im aktuellen Umfeld einer möglicherweise nachhaltigen Zinswende in den USA.“

Die Analyse erfolgte vor dem Hintergrund stark zunehmender Wechselkursschwankungen – insbesondere als Folge der seit Jahren weltweit expansiven Geldpolitik. Die deutsche Elektroindustrie ist wie kaum eine andere Branche tief in internationale Produktions- und Wertschöpfungsnetzwerke eingebunden. Deshalb spielen Wechselkursentwicklungen fĂŒr den zweitgrĂ¶ĂŸten industriellen Arbeitgeber in Deutschland, der fĂŒr ein Siebtel aller gesamtwirtschaftlichen Exporte steht, eine wichtige Rolle.
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2019.01.11 20:28 V11.10.27-1