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© begemot 30 dreamstime.com Analysen | 24 Februar 2016

Elektroaußenhandel 2015 auf Rekordniveau

Im Dezember 2015 sind die Exporte der deutschen Elektroindustrie gegen√ľber Vorjahr um 2,3 Prozent auf 14,0 Milliarden Euro gestiegen.
‚ÄěDer Zuwachs lag damit niedriger als in den vorherigen Monaten. Gleichwohl war es der bislang h√∂chste Dezemberwert √ľberhaupt“, sagte Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt des ZVEI. ‚ÄěIm gesamten vergangenen Jahr kamen die Branchenausfuhren auf 174,1 Milliarden Euro ‚Äď ein neues Allzeithoch. Den Vorjahreswert √ľbertrafen sie um 6,7 Prozent.“

Die Einfuhren elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland legten im Dezember 2015 um 6,1 Prozent gegen√ľber Vorjahr auf 12,8 Milliarden Euro zu. Im Gesamtjahr 2015 wuchsen die Importe ebenfalls schneller als die Exporte. Hier stiegen sie um 11,9 Prozent und summierten sich auf 161,5 Milliarden Euro ‚ąí ebenfalls ein Rekordwert.

Elektroexporte in die Top-Ten-Abnehmerländer

Indem die Elektroexporte in die USA im vergangenen Jahr um 16,4 Prozent auf 15,9 Milliarden Euro gewachsen sind, wurde das Land wieder zum gr√∂√üten Abnehmer. China fiel auf Platz zwei im Abnehmer-Ranking zur√ľck (+0,8 auf 15,0 Mrd. ‚ā¨).

Auf Platz drei bleibt Frankreich (+1,5 auf 11,7 Mrd. ‚ā¨), gefolgt von Gro√übritannien (+10,1 auf 9,9 Mrd. ‚ā¨) und den Niederlanden (+9,7 auf 9,1 Mrd. ‚ā¨). Das h√∂chste relative Wachstum unter den Top-Ten lieferten im vergangenen Jahr die Ausfuhren nach Polen (+21,5 auf 8,2 Mrd. ‚ā¨). Auf den Positionen sieben bis zehn liegen Italien (+8,3 auf 8,1 Mrd. ‚ā¨), √Ėsterreich (+2,4 auf 7,7 Mrd. ‚ā¨), Tschechien (+11,2 auf 7,1 Mrd. ‚ā¨) und die Schweiz (+10,3 auf 6,3 Mrd. ‚ā¨).

Damit waren auch 2015 acht der zehn größten Abnehmer europäische Länder.

H√∂chste absolute Exportzuw√§chse und -r√ľckg√§nge

Absolut haben die Exporte der deutschen Elektroindustrie im vergangenen Jahr um 10,6 Milliarden Euro zugelegt. Den h√∂chsten Beitrag lieferten die Ausfuhren in die USA (+2,2 Mrd. ‚ā¨). Den zweith√∂chsten Wachstumsbeitrag steuerten die Exporte nach Polen (+1,4 Mrd. ‚ā¨) bei. Danach folgen die Lieferungen nach Gro√übritannien (+883 Mio. ‚ā¨), in die Niederlande (+759 Mio. ‚ā¨) und nach Tschechien (+681 Mio. ‚ā¨).

‚ÄěDen mit weitem Abstand gr√∂√üten absoluten Exportr√ľckgang gab es 2015 ‚Äď wie schon 2014 ‚ąí bei den Ausfuhren nach Russland, die noch einmal um 1,3 Milliarden Euro geringer ausfielen als im Jahr zuvor“, so Dr. Gontermann. Deutlich moderater waren die R√ľckg√§nge der Lieferungen nach Belgien (-283 Mio. ‚ā¨), Brasilien (-180 Mio. ‚ā¨), Kasachstan (-118 Mio. ‚ā¨) und Norwegen (-113 Mio. ‚ā¨), die mit Ausnahme Belgiens allesamt rohstoffabh√§ngige L√§nder sind.
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2019.01.11 20:28 V11.10.27-1