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© carabiner dreamstime.com Analysen | 09 April 2015

Uneinheitliche Firmenentwicklung

Nach einer ZVEI-internen Umfrage vom Frühjahr 2015 beurteilen rund 85 Prozent der bayerischen Elektrounternehmen ihre Geschäftslage als gut.
„Dieser Optimismus darf uns aber nicht dazu verleiten, die Geschäftsentwicklung als gegeben anzusehen. Wir stehen in einem harten Wettbewerb und vor großen Herausforderungen, wie z. B. der Verwirklichung von Industrie 4.0. Auch die weltwirtschaftliche Gemengelage ist volatil und verlangt von unseren Firmen Flexibilität und Anpassungsbereitschaft“ sagte Stephanie Spinner-König, Vorsitzende der ZVEI-Landesstelle Bayern und Mitglied des ZVEI-Vorstands. „Viele Vorstandsmitglieder des ZVEI haben mir in den letzten Tagen ihre Skepsis über die konjunkturelle Entwicklung persönlich mitgeteilt“, so Spinner-König weiter.

Rückenwind erhielten die deutschen Elektroausfuhren derzeit vom schwachen Euro, so Spinner-König. Langfristig habe sie aber die Sorge, dass es zu einem Abwertungswettlauf der Währungen kommt, der allen schaden werde. In Bayern hat die Elektroindustrie 2014 fast 57 Milliarden Euro erlöst, im Vorjahr 56 Milliarden Euro. 2015 wird mit einem Umsatzanstieg auf knapp 58 Milliarden Euro gerechnet. Für die deutsche Elektroindustrie insgesamt prognostiziert der ZVEI ein Produktionswachstum von 1,5 Prozent und einen Umsatzanstieg auf rund 175 Milliarden Euro (Vorjahr 171,8 Milliarden Euro).

In Bayern beschäftigt die Elektroindustrie 205.000 Personen (im Vorjahr rund 203.000), insgesamt arbeiten 845.000 Beschäftigte in der deutschen Elektroindustrie. 65 Prozent der bayerischen Elektrounternehmen wollen im Jahr 2015 ihre Mitarbeiterzahl erhöhen und über 50 Prozent auch die Zahl der Auszubildenden. Die Hannover Messe werde zeigen, dass die deutsche Industrie aufgrund ihrer Innovationsfähigkeit in der Lage ist, Leitanbieter für die entsprechende Technik zu werden. „Im Bereich der Digitalisierung der industriellen Fertigung sind wir momentan führend und müssen diese Spitzenposition durch gezielte Förderung von Forschungskooperationen und Netzwerken ausbauen“, fordert Spinner-König.

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