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© wrangler dreamstime.com Elektronikproduktion | 24 M√§rz 2015

LPKF blickt auf schwieriges Geschäftsjahr 2014

Der Laserspezialist LPKF hat ein schwieriges Geschäftsjahr hinter sich. Doch nun soll es nach vorne gehen.
Geringere Auftragseing√§nge im Segment Electronics Production Equipment und die Verz√∂gerung eines gro√üen LDS-Projekts f√ľhrten zu einem Umsatz von EUR 120 Mio., das entspricht einem R√ľckgang von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank um 45 Prozent auf EUR 13 Mio., erreichte aber trotzdem eine weiterhin beachtliche EBIT-Marge von 11 Prozent.

Trotz eines sehr starken vierten Quartals mit einem Umsatz von EUR 40 Mio. und einer EBIT-Marge von 13 Prozent hat LPKF die im Oktober reduzierte Prognose f√ľr 2014 nur knapp erreicht.

‚ÄěNat√ľrlich k√∂nnen wir mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein“, sagt Dr. Ingo Bretthauer, CEO von LPKF. ‚ÄěWir hatten uns f√ľr 2014 viel mehr vorgenommen, aber der schwache Auftragseingang in zwei von sechs Produktbereichen hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht.“ Ausschlaggebend f√ľr den Umsatzr√ľckgang waren vor allem wirtschaftliche Schwierigkeiten koreanischer Endkunden sowie fehlende Gro√üauftr√§ge f√ľr Systeme zum Schneiden von Leiterplatten.
Im Segment Other Production Equipment stieg der Umsatz um 31 Prozent. Das Segment Electronics Development Equipment lag mit einem Umsatzplus von 20 Prozent deutlich √ľber den Erwartungen.

Insgesamt konnte der R√ľckgang im Gesch√§ft mit Systemen zur Laser-Direkt-Strukturierung (LDS) nicht ausgeglichen werden. So mussten die Garbsener 2014 erstmals seit elf Jahren einen Umsatzr√ľckgang hinnehmen. Ingo Bretthauer und seine Vorstandskollegen blicken trotz des schw√§cheren Gesch√§ftsverlaufs 2014 zuversichtlich nach vorn. ‚ÄěUnsere Wachstumstreiber in den M√§rkten sind intakt, unser Unternehmen ist weiterhin sehr profitabel und wir entwickeln hochinteressante neue Technologien“, sagt Bretthauer.

2015 will LPKF gleich drei ganz neue Laserverfahren vorstellen, die ab 2016 neue Wachstumsimpulse liefern sollen. Dazu geh√∂rt in Erg√§nzung zur LDS-Technologie ein Beschichtungsverfahren, mit dem dickere Metallschichten auf Kunststofftr√§gern realisiert werden k√∂nnen, ein digitales Laserdruckverfahren f√ľr funktionale Pasten sowie ein Laserverfahren zum ultrafeinen Glasbohren f√ľr die Chipindustrie.

Aber auch das LDS-Gesch√§ft soll weiter wachsen. LPKF arbeitet intensiv daran, die Kosten des gesamten Prozesses zu reduzieren, um das Verfahren f√ľr die Kunden wirtschaftlich noch attraktiver zu machen. Wachstumspotenzial sieht das Unternehmen im neuen Wearable-Markt sowie im LED-Markt.

Bereits im laufenden Jahr soll es bei LPKF wieder aufwärts gehen, wenn auch mit etwas gedrosseltem Tempo. In einem stabilen wirtschaftlichen Umfeld erwartet LPKF 2015 einen Umsatz von 128 bis 136 Mio. EUR und eine EBIT-Marge zwischen 12 und 15 Prozent.

In den folgenden Jahren wollen die Niedersachsen auf den gewohnten Wachstumskurs zur√ľckkehren, die Einnahmen durchschnittlich um mindestens 10 Prozent steigern und EBIT-Margen zwischen 15 und 17 Prozent erreichen.
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-2