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© grzegorz kula dreamstime.com Leiterplatten | 05 März 2015

Patenterteilung für FELAM K-Taster

Die FELA GmbH meldete im Dezember 2012 ein neues Schaltungskonzept unter dem Namen „FELAM K-Taster“, das die Eigenschaften mechanischer und kapazitiver Systeme vereint, zum Patent an.
Die Patenerteilung erfolgte Anfang Februar 2015 durch die Prüfungsstelle des Deutschen Patent- und Markenamts.

Exkurs: Wie funktioniert der „FELAM K-Taster“

Kapazitive Systeme werden zum Beispiel für Touchscreens verwendet. Diese Tasten bzw. Systeme reagieren auf die Annäherung des Fingers an die Oberfläche. Berührt man nun die Glasoberfläche, ändern sich die Eigenschaften in einem elektrischen Feld auf der Rückseite des Glases und die Schaltung wird ausgelöst. Eine oft bemängelte Eigenschaft dieser Systeme liegt in der fehlenden spürbaren Rückmeldung (taktile Rückmeldung).

„Natürlich kann man sehr einfach ein akustisches Feedback, wie einen Piepton oder eine optische Rückmeldung durch Beleuchtung, geben. Auch haptische Methoden wie Vibration sind möglich - das „echte“ Gefühl, dass „man etwas schaltet“, gab es aber bisher nie“, erklärt Geschäftsführer Norbert Krütt die ursprüngliche Problemstellung.

Klassische Tasten können in zwei Varianten auftreten – als rein mechanische Konstruktionen (Taste) oder als Kombination aus mechanischen und elektrischen Bauteilen (Schalter). Mechanische Tasten haben allerdings zwei große Nachteile: Zum einen sind sie sehr anfällig für Verschleiß – je häufiger man sie nutzt, desto früher kommt es zu Ausfällen. Zum anderen brauchen diese Systeme im Hintergrund sehr viel Platz – je nach Größe bis zu 40 mm und mehr sowie einen Durchbruch der Glasoberfläche. Daraus folgt, dass sie eine große Einbautiefe haben – viele Produkte lassen sich also wegen der mechanischen Schalter nicht flacher gestalten.

Kapazitive Systeme haben keine mechanischen Komponenten und sind daher auch nicht anfällig für Abnutzung. Hinzu kommt, dass diese Systeme besonders geschützt sind – sie befinden sich hinter einer geschlossenen Oberfläche und sind somit sicher vor Schmutz und Feuchtigkeit. Gerade bei Tastaturen auf Glas, wie etwa mit FELAM GLASLINE, kann das System außerdem durch den Designdruck optisch sehr ansprechend und komplett individuell gestaltet werden.

Der K-Taster besteht zum einen aus einer kapazitiven Glaseingabeeinheit, gefertigt nach dem patentierten FELAM-Verfahren, mit der benötigten Auswerteelektronik und einem aufgesetzten mechanischen Schalter.

Der zweite Teil des Systems, der aufgesetzt haptische Schalter, vermittelt das Gefühl „echten Schaltens“ und kann aus jeglichem Material – ob Holz, Glas, Keramik, Plastik, Metall - und in jeder gewünschten Form gefertigt werden. Ein derartiges Maß an Individualisierung war bisher im Bereich Schalter nicht möglich und eröffnet völlig neue Designvarianten.

Ein letzter, aber entscheidender Vorteil des K-Tasters sind die geringeren Kosten. So ist es für den Kunden und den Hersteller extrem teuer, kapazitive Systeme mit Durchbrüchen und verschraubten mechanischen Schaltern zu versehen. Der K-Taster umgeht die Zerstörung der geschlossenen Glasfläche und schützt so nicht nur das System besser, sondern ist auch günstiger in der Fertigung.

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2018.08.20 15:56 V10.1.0-1