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© tomas popelka dreamstime.com Analysen | 12 September 2014

Elektroindustrie: Ermutigender Start ins zweite Halbjahr

Nach dem deutlichen RĂŒckgang im Vormonat sind die AuftragseingĂ€nge fĂŒr die deutsche Elektroindustrie im Juli dieses Jahres wieder gestiegen.
„Insgesamt ĂŒbertrafen sie ihren Vorjahresstand um 2,7 Prozent“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Aus dem Inland gingen 1,3 Prozent und aus dem Ausland 3,9 Prozent mehr AuftrĂ€ge ein als vor einem Jahr. Insbesondere die AuftragseingĂ€nge aus der Eurozone zogen mit plus 10,8 Prozent krĂ€ftig an, wĂ€hrend die Bestellungen aus DrittlĂ€ndern mit einem Plus von 0,2 Prozent mehr oder weniger stagnierten“. Kumuliert von Januar bis Juli 2014 lagen die Bestellungen in der Branche leicht um 0,8 Prozent höher als im gleichen Vorjahreszeitraum. Hier wurden im Inland 1,0 Prozent und im Ausland 0,7 Prozent mehr AuftrĂ€ge eingesammelt als in den ersten sieben Monaten 2013. Kunden aus dem Euroraum erhöhten ihre Bestellungen um 1,2 Prozent, Kunden aus DrittlĂ€ndern um 0,5 Prozent. Auch die preisbereinigte Produktion der heimischen Elektroindustrie hat sich im Juli dieses Jahres wieder erhöht. Sie stieg um 5,8 Prozent gegenĂŒber Vorjahr an, nachdem sie im Juni gesunken war. „Zwar war der Start in die zweite JahreshĂ€lfte 2014 ermutigend. Allerdings bleibt das konjunkturelle Umfeld der Branche vor allem angesichts der geopolitischen Lage sowie der fragilen Entwicklung im Euroraum von zunehmenden Unsicherheiten geprĂ€gt“, so Dr. Gontermann. Zwischen Januar und Juli dieses Jahres summierte sich der Zuwachs des Branchenoutputs auf 2,1 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr. Mit 14,9 Milliarden Euro lagen auch die Erlöse der deutschen Elektroindustrie im Juli 2014 um 5,0 Prozent ĂŒber Vorjahr. Der Umsatz mit inlĂ€ndischen Kunden stieg um 4,2 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro, der mit auslĂ€ndischen Abnehmern um 5,7 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro. Die Erlöse in der Eurozone nahmen mit 8,0 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro stĂ€rker zu als der Umsatz mit DrittlĂ€ndern, der um 4,5 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro wuchs. In den gesamten ersten sieben Monaten dieses Jahres beliefen sich die Branchenerlöse auf 97,7 Milliarden Euro und ĂŒbertrafen ihren Vorjahresstand damit um 2,5 Prozent. Der Inlandsumsatz lag mit 49,1 Milliarden Euro um 1,4 Prozent höher als im Vorjahr, der Auslandsumsatz legte um 3,5 Prozent auf 48,6 Milliarden Euro zu. Im GeschĂ€ft mit der Eurozone ging es um 1,9 Prozent auf 17,8 Milliarden Euro nach oben, beim Umsatz mit DrittlĂ€ndern um 4,5 Prozent auf 30,8 Milliarden Euro. Indessen ist das GeschĂ€ftsklima in der deutschen Elektroindustrie im August gesunken. Vor allem die Erwartungen fĂŒr die nĂ€chsten sechs Monate sind deutlich zurĂŒckgegangen. Aber auch die Beurteilung der aktuellen Lage fiel etwas ungĂŒnstiger aus als im Juli – „was eben angesichts der aktuellen Krisen nicht ĂŒberrascht“, so Dr. Gontermann.
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