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Dr. Sommerer Leiterplatten | 31 Januar 2007

"AT&S ist gut aufgestellt, auch wenn der Markt nachlassen sollte"

Laut Dr. Harald Sommerer, CEO des größten europäischen Leiterplatten-Hersteller AT&S, soll dies ein gutes Jahr für die europäische Leiterplattenindustrie werden. Selbst wenn der Markt zurückginge, sollte dies trotzdem ein erfolgreiches Jahr für AT&S werden, meint er im Interview mit evertiq.
"Für gut positionierte Unternehmen wie AT&S wird es, so glaube ich, eine gesunde Entwicklung geben, selbst wenn der Markt sich verlangsamt. Dann kommt die Zeit, wenn unsere Kunden wirklich ihre Pläne für eine Konsolidierung ihrer Supply Chain umsetzen werden. Sie müssen bedenken, dass unsere Kunden heute oftmals noch mit fünf, sechs oder sogar noch mehr Leiterplatten-Anbietern zusammenarbeiten und die Leiterplatte ist nur eine unter vielen Komponenten. Sie haben eine klare definierte Strategie im Zuge der die Anzahl der Zulieferer für jede Komponente auf maximal drei reduziert wird", sagte Sommerer gegenüber evertiq.

Laut Dr. Sommerer war 2006 ein gutes Jahr für die europäische Leiterplatten-Industrie und AT&S wird in diesem Jahr (das vierte Quartal des Geschäftsjahres endet zum 31. März) einen Umsatz von rund 460 Millionen Euro erreichen. Nächstes Jahr soll dieser Wert auf 530 Millionen Euro ansteigen.

"Wir sehen ein kontinuierliches Wachstum. Wie stark dieses wird ist schwierig vorherzusagen, aber wir sehen für uns, dass unsere Strategie greift und dass die gut positionierten Marktteilnehmer größere Anteile erhalten werden. Wenn Sie die Branche betrachten, dann ist die Leiterplattenindustrie noch sehr fragmentiert. Auf dem Markt gibt es viele kleine Unternehmen, die nicht profitabel arbeiten. Besonders wenn es um neue Technologien geht, stoßen die schnell an ihre Grenzen. Dann sind Investitionen erforderlich und die zahlen sich für die Kleinen nicht aus", sagte Sommerer gegenüber evertiq.

Nach Dr. Sommerer ist bei AT&S wie bei vielen anderen Leiterplattenherstellern in Europa auch die Zeit der in großen Stückzahlen hergestellten einfachen Leiterplatten vorbei. AT&S ist mittlerweile der größte Leiterplattenanbieter in Europa und durch die großen Fertigungsbetriebe auch in Indien. In Indien konzentriert sich AT&S auf Standard-Multilayerkarten in großen Stückzahlen. In China produziert AT&S hauptsächlich für den Telekommunikationssektor, während die Werke des Unternehmens in Korea sich auf flexible Leiterplatten konzentrieren. AT&S hat seinen Schwerpunkt auf dem europäischen Markt, wobei die Werke in China die lokale Telekommunikationsindustrie bedienen.

Dr. Sommerer weist darauf hin, dass die Logistik und die Qualität sehr wichtig sind. Einige Aufgaben, die früher nach Asien verlagert wurden, werden inzwischen wieder teilweise wegen der Qualität und Logistik in Europa erledigt. Allerdings ist laut Dr. Sommerer eine kostengünstige Fertigung inzwischen nicht mehr gleichbedeutend mit einer niedrigen Qualität und einfacher Technologie. Die asiatischen Leiterplatten-Hersteller arbeiten heute mit den gleichen Technologien wie die europäischen Hersteller. Der Punkt ist allerdings, dass die europäische Elektronikindustrie nicht notwendigerweise nur auf den Preis blickt.

"Die Leiterplatte ist ein ziemlich kleiner Teil des gesamten Endprodukts", meint Sommerer.

"Unsere Kunden wollen die besten Lösungen und diese sind nicht immer zum niedrigsten Preis erhältlich. Sie müssen immer die Gesamtkosten betrachten", so Sommerer zu evertiq.

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