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© pavelgr dreamstime.com Analysen | 13 Juni 2014

Maschinenbauer halten an ihrer Russland-Strategie fest

Laut der VDMA-Umfrage „Markt Russland vor der nächsten Krise?" stehen Auftragseinbrüche und Finanzierungsprobleme an erster Stelle der Sorgenskala der deutschen Maschinen– und Anlagenbauer mit Russlandgeschäft.
Drohende Sanktionen und Rubelkrise führen zu einer massiven Verunsicherung des Marktes. Dennoch halten die Unternehmen an ihrer Russlandstrategie fest, so das Ergebnis der Umfrage, die anlässlich des Russland-Informationstages vorgestellt wurde. Danach spürten 66 Prozent der Teilnehmer zum Zeitpunkt der Umfrage schon Folgen der Krise, 34 Prozent gaben an, noch keine Auswirkungen zu bemerkten. Spitzenreiter der zusätzlichen Probleme auf dem ohnehin schon schwierigen russischen Markt sind an erster Stelle Rückgang der Anfragen (63%) und Aufträge (61%). Danach folgen Finanzierungsprobleme, die schon jetzt 45 Prozent der Maschinenbauer mit Russlandgeschäft haben. Es folgen Auftragsstornierungen (19%), Verzögerungen beim Import (14%), Zahlungsausfälle (14%), Verzögerungen bei der Exportkontrolle (12%). Als Gründe für zurück gehende Auftragseingänge und auch den Abbruch laufender Geschäfte werden in erster Linie der schlechte Rubelkurs, steigende Zinsen und danach die politische Situation genannt.

Trotz alledem hat sich wenig an der Tendenz geändert, dass die Unternehmen zunehmend die Vertriebs- und Serviceverantwortung von Deutschland nach Russland verlagern möchten. Ebenso verhält es sich bei den Investitionen in eine Produktion / Montage vor Ort. Keiner der Teilnehmer beabsichtigt derzeit, seine Aktivitäten zurückzufahren. Das deckt sich mit dem Verhalten deutscher Unternehmen in den vorhergehenden Krisen 1998 und 2008, antizyklisch zu investieren. Die deutschen Maschinenbauer halten also bislang an ihren Plänen fest.

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