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© sergey pesterev dreamstime.com Elektronikproduktion | 03 Juni 2014

Valmet Automotive schließt Tore in Osnabrück

Das örtliche Management von Valmet Automotive hat die Mitarbeiter über die Schließung des Produktionsstandortes Osnabrück informiert.
Das Management begründet den Entschluss hauptsächlich mit dem Rückgang im Cabrio-Geschäft sowie aktuell fehlender Projekte, heißt es seitens der IG Metall.

Aktuell werden sowohl ein Auslauf (bis Ende 2017) als auch eine mögliche Vorab-Verlagerung der laufenden Produktion nach Polen geprüft.

Der Osnabrücker IG Metall-Vize Stephan Soldanski wörtlich: “Mehrfach - und seit längerem - haben wir die Verantwortlichen in Finnland und Deutschland aufgefordert die vielfach hausgemachten Probleme in den Griff zu bekommen. Anscheinend wollte man uns nicht hören. Jetzt kommt noch die aktuelle Marktsituation hinzu.“

Soldanski kritisiert insbesondere das Verfahren für die getroffene Entscheidung hart: “Man hat uns noch nicht einmal die Chance für eine mögliche Lösung geboten. Anstatt mit den Betroffen direkt, hat valmet immer wieder auf externe Berater gesetzt. Auch das angedachte Zukunftskonzept eines Entwicklungsstandortes kennen wir bis heute nur aus reinen Erzählungen und Überschriften! - ein Spiegelbild der aktuellen Situation!“

Der fassungslose Betriebsratsvorsitzende Lazar Kustudic zeigte sich kämpferisch: “Für ein Sterben auf Raten stehen wir nicht zur Verfügung!“ richtete er deutliche Worte an das Management. Er forderte Klarheit ein, wie es weitergehen könnte. “Der Schock war in den Gesichtern abzulesen. Dass es dauerhaft so nicht weitergehen konnte war allen klar, doch dass es so kommen soll nicht!“ berichtet Kustudic aus der außerordentlichen Betriebsversammlung. “Viele haben noch nicht einmal die Karmann-Insolvenz verdaut und nun das - das braucht doch kein Mensch ein weiteres Mal!“

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2018.10.15 23:56 V11.6.0-2