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Elektronikproduktion | 29 Januar 2007

Yakumo macht dicht

Der deutsche Elektronikhersteller Yakumo stellt den Betrieb ein und wird liquidiert. Yakumo betonte, es gehe nicht in die Insolvenz, sondern werde alle Verbindlichkeiten erfüllen. Die Belegschaft wurde über die Auflösung informiert und allen Mitarbeitern wurde inzwischen regulär gekündigt.
Wie viele Arbeitsplätze betroffen sind, wollte das Unternehmen nicht mitteilen. Im Oktober 2006 war von 51 Mitarbeitern die Rede, unbestätigten Angaben zufolge sind es jetzt noch 48. Die Mitarbeiter werden noch für die Dauer ihrer Kündigungsfrist bezahlt, hieß es. Die meisten sollen bereits nicht mehr zur Arbeit erscheinen. Das Unternehmen machte keine weiteren Angaben über die Vorgänge.
Maxdata wollte Yakumo im Dezember noch übernehmen, um ihr Kerngeschäft im Verbrauchersegment zu erweitern. Nach eingehender Prüfung hatte Maxdata-Chef Thomas Stiegler den im Oktober angekündigten Kauf Mitte Dezember wieder abgesagt. Maxdata sucht weiter nach einem Weg in den Endkundenmarkt, kann dazu aber noch keine neuen Entwicklungen mitteilen.
Yakumo hat derweil seinen Auftritt auf der CeBIT-Preview in Hamburg und der CeBIT selbst abgesagt. Das weitere Schicksal der Braunschweiger B-Marke ist unbekannt, sie könnte aber im Rahmen der Liquidation veräußert werden. Nach der Liquidierung sollen Garantie- und Serviceanfragen von Yakumo-Kunden weiterhin von einer Servicegesellschaft bearbeitet werden.
Yakumo hatte seine Produkte nicht selbst entwickelt und produziert, sondern Komponenten auf dem Weltmarkt zugekauft und in China montieren lassen.

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