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© baloncici dreamstime.com Analysen | 28 MĂ€rz 2014

Elektro-Export zieht zum Jahresanfang an

Im Januar 2014 haben die deutschen Elektroexporte um 2,7 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr auf 13,1 Milliarden Euro zugelegt.
„Damit sind sie Ă€hnlich gut ins neue Jahr gestartet wie Produktion und Umsatz“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Zudem ist es der höchste jemals in einem Januar erzielte Ausfuhrwert der heimischen Elektroindustrie.“ Bereits im 4. Quartal des vergangenen Jahres waren die Ausfuhren nach vier rĂŒcklĂ€ufigen Vierteljahren in Folge erstmals wieder um 1,1 Prozent gegenĂŒber Vorjahr auf 40,7 Milliarden Euro gewachsen. Im gesamten Jahr 2013 schlug allerdings noch ein leichtes Exportminus von einem Prozent auf 158,3 Milliarden Euro zu Buche. Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland haben im Januar 2014 – deutlich stĂ€rker als die Exporte – um 6,3 Prozent auf 12,1 Milliarden Euro zugenommen. Im vergangenen Jahr waren sie um 1,6 Prozent auf 135,0 Mrd. Euro zurĂŒckgegangen. Die Elektroausfuhren in die IndustrielĂ€nder sind im Januar dieses Jahres um 3,5 Prozent gegenĂŒber Vorjahr auf 8,9 Milliarden Euro gestiegen. In die SchwellenlĂ€nder ‒ die inzwischen bereits rund ein Drittel aller deutschen Elektroexporte abnehmen ‒ haben sich die Branchenausfuhren dagegen nur um 1,2 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro erhöht. „Dies erscheint im Einklang mit der momentanen RĂŒckverlagerung der globalen WachstumskrĂ€fte hin zu den IndustrielĂ€ndern“, so Dr. Gontermann. Unter den IndustrielĂ€ndern haben im Januar vor allem die Branchenausfuhren in die Eurozone um 7,7 Prozent gegenĂŒber Vorjahr auf 4,4 Milliarden Euro und nach Großbritannien um 7,5 Prozent auf 688 Millionen Euro stark zugenommen. DemgegenĂŒber sind die Exporte in die USA um 4,4 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro und nach Japan um 20,9 Prozent auf 219 Millionen Euro zurĂŒckgegangen. Auch die Exporte in die SchwellenlĂ€nder entwickelten sich im Januar sehr unterschiedlich. So stand einem Zuwachs der Ausfuhren nach China um 4,9 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro ein RĂŒckgang der Exporte nach Brasilien um 7,9 Prozent auf 119 Millionen Euro gegenĂŒber. Deutscher Elektroaußenhandel mit Russland Die (unmittelbaren) Exporte der deutschen Elektroindustrie nach Russland waren 2013 5,6 Milliarden Euro hoch (minus 5,1 Prozent gegenĂŒber 2012). Sie markieren damit 3,5 Prozent der gesamten Elektroexporte. Im Abnehmer-Ranking belegt Russland Rang zehn. „Zwischen 2000 und 2013 haben sich die deutschen Elektroausfuhren nach Russland mehr als vervierfacht“, sagte Dr. Gontermann. „DemgegenĂŒber sind die Elektroexporte insgesamt nur um knapp die HĂ€lfte gestiegen.“ Vergangenes Jahr kam der grĂ¶ĂŸte Beitrag zu den Branchenausfuhren nach Russland aus den Bereichen Automation (eine Milliarde Euro), Elektromedizin (552 Millionen Euro), HausgerĂ€te (532 Millionen Euro) und Energietechnik (516 Millionen Euro). Auf der Einfuhrseite spielt Russland mit einem 2013er Importwert von 224 Millionen Euro bzw. einem Anteil von 0,2 Prozent an den gesamten deutschen Elektroimporten eine wesentlich geringere Rolle als bei den Ausfuhren. Die Einfuhren aus der Ukraine liegen mit 263 Millionen Euro höher. Das Direktinvestitionsengagement der deutschen Elektroindustrie in Russland belĂ€uft sich auf rund 1,2 Milliarden Euro (verglichen mit 57,2 Milliarden Euro weltweit).
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2019.02.20 12:04 V12.2.3-2