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© rainer plendl dreamstime.com Elektronikproduktion | 19 MĂ€rz 2014

Bosch produziert ab Herbst in Arnstadt Automobilelektronikprodukt

Der Verkauf der Fertigung von kristallinen Photovoltaik-Zellen und -Modulen in Arnstadt von Bosch an SolarWorld ist abgeschlossen.
Alle Bedingungen fĂŒr den Vollzug des im November 2013 unterzeichneten Kaufvertrags sind erfĂŒllt, darunter die Genehmigung der Kartellbehörden sowie der Abschluss eines Interessenausgleichs fĂŒr die Mitarbeiter von Bosch Solar Energy, die zur SolarWorld Industries-ThĂŒringen GmbH wechseln. Über sĂ€mtliche Vertragskonditionen haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Insgesamt können 1'000 von derzeit noch rund 1'400 ArbeitsplĂ€tzen am Standort Arnstadt erhalten werden. „Unser Ziel, Teilbereiche zu verĂ€ußern und Bosch-AlternativgeschĂ€ft anzusiedeln und damit so vielen Mitarbeitern wie möglich einen Arbeitsplatz anzubieten, haben wir erreicht“, sagte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der GeschĂ€ftsfĂŒhrung der Robert Bosch GmbH. „So können wir anstelle einer Schließung des Standorts fĂŒr einen großen Teil der Mitarbeiter eine Perspektive schaffen. Um das zu ermöglichen, haben wir viel Zeit und erhebliche finanzielle Mittel investiert“. ZusĂ€tzlich zu den rund 800 Mitarbeitern, die zu SolarWorld wechseln, wird Bosch insgesamt rund 250 Mitarbeiter am Standort Arnstadt beschĂ€ftigen. Bereits ihren Betrieb aufgenommen haben die Serviceorganisation und die Handelsgesellschaft von Bosch. Ab Herbst 2014 wird Bosch in Arnstadt zudem ein Automobilelektronikprodukt fertigen. Aktuell laufen dafĂŒr die Vorarbeiten. Weiterhin laufen die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern zum Interessenausgleich und Sozialplan fĂŒr die Mitarbeiter, die nicht zur SolarWorld Industries-ThĂŒringen GmbH wechseln. Trotz verstĂ€rkter Anstrengungen von Bosch, gemeinsam mit der Landesregierung und der Landesentwicklungsgesellschaft ThĂŒringen, wird der potenzielle Investor aus dem Pharmasektor seine ursprĂŒnglichen PlĂ€ne, in Arnstadt zu produzieren, aus wirtschaftlichen ErwĂ€gungen nicht umsetzen. FĂŒr das Modulwerk im sĂŒdfranzösischen VĂ©nissieux soll es eine vergleichbare Lösung geben wie fĂŒr den Standort Arnstadt. Fortgeschrittene GesprĂ€che werden zurzeit mit einem potenziellen Investor gefĂŒhrt. Die aleo solar AG, Oldenburg/Prenzlau, hat am 5. Februar 2014 einen Vertrag unterzeichnet, um die Modulfertigung in Prenzlau/Brandenburg an die SCP Solar GmbH zu verkaufen. SCP Solar GmbH ist ein Joint Venture bestehend aus der taiwanesischen Sunrise Global Solar Energy Co. Ltd., der japanischen CHOSHU Industry Co., Ltd. und der Pan Asia Solar, Ltd., UK. Der KĂ€ufer ĂŒbernimmt auch die Marke „aleo“ und beabsichtigt, ArbeitsplĂ€tze fĂŒr rund 200 Mitarbeiter zu schaffen. Bosch als HauptaktionĂ€r (rund 90,7 Prozent der Anteile) unterstĂŒtzt aleo bei der Umsetzung mit einer entsprechenden Finanzierung. Der Vorstand von aleo hat mehrere Optionen geprĂŒft, einschließlich einer kompletten Liquidation des GeschĂ€ftsbetriebs. Um rund 200 Mitarbeitern eine BeschĂ€ftigung beim Erwerber zu ermöglichen, nimmt Bosch fĂŒr diese Transaktion Mehrkosten in zweistelliger Millionenhöhe in Kauf. Eine komplette Liquidation wĂ€re die finanziell deutlich gĂŒnstigere Option gewesen. Bosch unterstĂŒtzt aleo bei der Transaktion und der Auflösung des nicht von der Transaktion umfassten RestgeschĂ€fts mit einer Finanzierung. Mit diesem Vorgehen kann eine Insolvenz von aleo vermieden werden. Die Transaktion steht unter anderem noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Hauptversammlung und der Genehmigung durch die Kartellbehörden.
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2019.02.15 09:57 V12.1.1-1