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Elektronikproduktion | 17 Januar 2007

Neuer Ärger für Siemens

Neben dem Korruptionsskandal droht Siemens auf einem ganz anderen Gebiet nun neuer Ärger. Die EU hat ein Preiskartell in der Elektrobranche aufgedeckt, in das auch Siemens und die Tochter VA Tech verstrickt sein soll.
Die betroffenen Unternehmen haben laut EU-Wettbewerbsbehörde von 1988 bis 2002 Preisabsprachen bei Auftragsvergaben für Schaltanlagen für Stromleitungsnetze getroffen. Siemens droht nun eine hohe EU-Kartellstrafe und zwar gleich doppelt. Nicht nur Siemens Deutschland, sondern auch dem im Jahr 2005 von Siemens Österreich übernommenen Unternehmen VA Tech werden derartige Preisabsprachen vorgeworfen.
Insgesamt stehen eine ganze Reihe von europäischen Elektrofirmen im Visier der EU-Kommission, darunter auch Schneider, Alstom und Areva (Frankreich) sowie die japanischen Unternehmen Hitachi und Mitsubishi. Geschädigt wurden vor allem staatliche und private Stromversorger. Gemeldet wurde das Kartell vom Branchenführer ABB, der für die Mitarbeit an der Aufdeckung straffrei bleibt.
Die Höhe der Strafe wollen die Brüsseler Wettbewerbshüter am 24. Januar bekannt geben. Im Höchstfall müssten die betroffenen Konzerne mit einer Strafe von zehn Prozent eines Jahresumsatzes rechnen.

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