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Allgemein | 10 Januar 2007

BenQ: Neue Interessenten aber kein seriöses Konzept

Das Gläubigergremium des insolventen Handybauers BenQ Mobile hat die Übernahmevorschläge der beiden neuen Investorengruppen zunächst abgelehnt. Neben einer deutsch-amerikanischen Investorengruppe ist nun auch die US-Unternehmensgruppe Sentex Sensing Technologies interessiert.
"Aus Sicht des Gl√§ubigerausschusses braucht es ein glaubw√ľrdiges Fortf√ľhrungskonzept, ein angemessenes Kaufpreisangebot sowie konkrete Nachweise f√ľr eine sichergestellte Finanzierung," lie√ü Insolvenzverwalter Martin Prager mitteilen. Bisher habe keiner der beiden Interessenten, die sich auch bereits √∂ffentlich gemeldet hatten, dies vorlegen k√∂nnen.
Zu den √∂ffentlich aktiven Interessenten geh√∂ren derzeit eine deutsch-amerikanische Investorengruppe um den Manager Hansj√∂rg Beha von SF Capital Partners und die US-Biometriefirma Sentex Sensing Technologies. Laut Prager gibt es derzeit noch weitere Interessenten f√ľr eine √úbernahme von BenQ Mobile, die jedoch Wert auf Diskretion legen. Dementsprechend werden vertrauliche Gespr√§che gef√ľhrt.
Die deutsch-amerikanische Investorengruppe will 500 Arbeitspl√§tze in Kamp-Lintfort und weitere 300 in M√ľnchen erhalten, fordert aber eine √úbernahme der L√∂hne f√ľr eine gewisse Zeit und Landesb√ľrgschaften in H√∂he von mehr als 100 Millionen Euro.

Sentex will dagegen sogar 1600 bis 1700 Jobs sichern. Sentex verf√ľgt angeblich √ľber konkrete neue Handy-Modelle und will kurzfristig mit der Produktion unter der Dachmarke Siemens beginnen. Das US-Unternehmen bietet mit rund 25 Mitarbeitern seit Mitte 2006 Biometrie-Produkte an und war laut der Nachrichtenagentur Reuters zuvor auf den Handel mit Computerzubeh√∂r spezialisiert. Im Gesch√§ftsjahr 2005 verzeichnete Sentex einen Verlust von rund 500.000 $.
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