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© Viscom Elektronikproduktion | 10 September 2013

Harting investiert in Viscom Maschinen

Die Harting AG setzt fĂŒr ihre Kunden aus den Branchen Automobil- und Medizintechnik immer hĂ€ufiger die 3D-MID-Technologie (Molded Interconnect Device) ein.
Bisher setzte Harting bei der QualitĂ€tssicherung auf aufwendige Sichtkontrollen. Inzwischen kommt das Viscom S6056 MID PrĂŒfsystem zum Einsatz, das bei hohem Durchsatz automatische PrĂŒfungen in maximaler QualitĂ€t ermöglicht.

„Bestimmte Fehler, zum Beispiel Tombstone-Effekte beim Löten, lassen sich selbst im besten und stabilsten Fertigungsprozess nie vollstĂ€ndig vermeiden“, erklĂ€rt Albert Birkicht, GeschĂ€ftsfĂŒhrer bei der Harting AG in Biel die Ausgangssituation. „Ein kleiner Prozentsatz an Fehlern entsteht immer. Diese Fehler muss die Inspektion gerade bei Kunden aus der Automobil- und Medizintechnik zuverlĂ€ssig erkennen.“

Bei der Suche nach einer geeigneten Inspektionslösung fĂŒr die 3D-MID-Baugruppen wurde schnell deutlich, dass es sich nicht nur um eine typische Leiterplatteninspektion handelt. Die optische Kontrolle eines dreidimensionalen SchaltungstrĂ€gers ist in erster Linie durch die komplexe Form und Kontur des Produkts geprĂ€gt. Deshalb muss das Inspektionssystem in der Lage sein, auf verschiedenen Ebenen zu prĂŒfen.

DarĂŒber hinaus kommen bei der 3D-MID-Fertigung sehr unterschiedliche Herstellungsverfahren zum Einsatz, zum Beispiel BestĂŒckung mit Hilfe von Lotpaste, Leitkleber oder Bonding. Die Leiterbahnen sind zudem oft herstellungsbedingt nicht einheitlich, sondern können ganz unterschiedlich aussehen. AbhĂ€ngig von den erwarteten Fehlerarten und dem benötigten Durchsatz mĂŒssen sich Auflösung, PrĂŒfgeschwindigkeit, Beleuchtung, Farbeinstellungen und Kamerawinkel gezielt anpassen lassen

Die technische Grundlage fĂŒr die 3D-AOI bildet das ausgereifte und an die Anforderungen flexibel anpassbare Seriensystem Viscom S6056. Das Inspektionssystem bietet eine z-Achse, eine hohe PrĂŒftiefe und -geschwindigkeit sowie Verifikations- und Traceability-Lösungen.

Die 3D-PrĂŒfung bei Harting erfolgt in zwei Schritten. ZunĂ€chst werden die Metallisierung der gelaserten und galvanisierten Kupfer-, Nickel- oder Goldleiterbahnen und die Anschlusspads ĂŒberprĂŒft. Zu den typischen Fehlern gehören Fremdmetallisierungen, unvollstĂ€ndige, abgelöste, kurzgeschlossene oder gerissene Leiterbahnen sowie geometrische MĂ€ngel des Produkts oder an Farbvariationen erkennbare Fehler beim Zwei-Komponenten-Spritzguss.

Nach der BestĂŒckung und Lötung mit Hilfe einer Dampfphase kontrolliert das S6056 MID System die bestĂŒckten Baugruppen und prĂŒft, ob auf allen Baugruppen des Nutzens die richtigen Bauteile vorhanden, korrekt positioniert und gepolt sind. Zudem erkennt es unzureichende Lötstellen, Tombstone-Effekte, KurzschlĂŒsse und Fehler am Lötstopplack.

„Wir sind von den Ergebnissen des Viscom 3D-Inspektionssystems sehr beeindruckt“, sagt Birkicht. „Die QualitĂ€t der Kontrollen und Auswertungen ist hoch, gleichzeitig ist der Durchsatz deutlich gestiegen. Die automatische Inspektion ist unbestechlich: Kein Fehler geht verloren, Prozesse lassen sich zielsicher nachsteuern und so steigt letztendlich die QualitĂ€t der gesamten Fertigung.“

Derzeit nutzt Harting das 3D-System fĂŒr die Inspektion der in hohen StĂŒckzahlen gefertigten Baugruppe fĂŒr ein Distanzkontrollsystem. „Nach und nach werden wir weitere 3D-MID-Produkte mit dem Viscom-System prĂŒfen, insbesondere die hochvolumigen Produkte, die besonders hohe QualitĂ€tsanforderungen haben“, erklĂ€rt Birkicht „Die KapazitĂ€t wird voraussichtlich schnell an ihre Grenzen stoßen, so dass wir bereits ĂŒber ein zweites S6056 MID System nachdenken.“

Bildunterschrift: 3D-MID-PrĂŒfung mit der S6056, v. l. n. r.: Albert Birkicht, GeschĂ€ftsfĂŒhrer und Guido Schatz AOI-Operator, Harting AG, Torsten Wichmann, Applikationsspezialist, Viscom AG
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2019.01.17 14:20 V11.11.0-2