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Allgemein | 02 Januar 2007

Jenoptik will Forschungsetats kürzen

Der Technologiekonzern Jenoptik plant Einschnitte bei den Investitionen in Forschung und Entwicklung. Bereits im abgelaufenen Quartal hatten unerwartet hohe Forschungsausgaben das Ergebniswachstum von Jenoptik gebremst.
"Wir pr√ľfen, ob die Mittel effektiv eingesetzt sind und die erw√ľnschten neuen Produkte damit Ertr√§ge bringen", sagte Jenoptik-Chef Alexander von Witzleben gegen√ľber Financial Times Deutschland.
Geringere Forschungskosten k√∂nnten die Profitabilit√§t von Jenoptik erh√∂hen und dabei helfen, die relativ hohe Verschuldung schneller abzubauen als erwartet. Erst im Mai hatte Vorstandschef von Witzleben die gr√∂√üte Sparte des Unternehmens, den Anlagenbau, abgespalten. Dieser Gesch√§ftsbereich war noch von seinem Vorg√§nger Lothar Sp√§th zusammengekauft worden. Sp√§th hatte daf√ľr eine hohe Verschuldung in Kauf genommen, die das Konzernergebnis heute belastet und den Handlungsspielraum einengt. Investoren fordern deshalb eine m√∂glichst schnelle Schuldenreduktion.
Der Jenoptik-Chef bekr√§ftigte sein Ziel, die Nettoverschuldung langfristig von derzeit rund 211 Mio. Euro auf 100 Mio. Euro dr√ľcken zu k√∂nnen. Mit der Trennung vom Anlagenbau hat Jenoptik rund drei Viertel seines Jahresumsatzes von zuletzt 1,9 Mrd. Euro verloren. Allerdings galt das in dem Tochterunternehmen M+W Zander geb√ľndelte Gesch√§ft, zu dem unter anderem der Bau von Reinraumfabriken f√ľr die Chipindustrie geh√∂rte, als margenschwach, zyklisch und riskant. Jenoptik konzentriert sich nun auf das renditestarke und stabilere Gesch√§ft etwa mit Lasern, Optik und Sensorik. "Wir sind nun ein v√∂llig anderes Unternehmen", sagte von Witzleben.
In den kommenden Jahren will Jenoptik beim Umsatz wieder ein Milliarden-Unternehmen werden.
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