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© dimitry romanchuck dreamstime.com Elektronikproduktion | 27 Juni 2013

LPKF verklagt Mobiltelefonhersteller wegen Patentverletzung

Das von LPKF patentierte Verfahren zur Laser-Direkt-Strukturierung (LDS) wird zunehmend zur Herstellung von komplexen Antennen in Handys oder TabletPCs eingesetzt.
Mit dem Erfolg dieser Technologie steigen jedoch auch die Angriffe auf das Patent, das dem Garbsener Laserspezialisten LPKF die alleinigen Rechte am LDS-Verfahren sichert.

Nach dem vorläufigen Patentverlust in China geht LPKF jetzt wie angekündigt gegen einen Mobiltelefonhersteller vor, der elektronische Bauteile in den Verkehr bringt, die nach Auffassung von LPKF das LDS-Patent verletzen. 'Unser Patent gilt nach wie vor in allen anderen wichtigen Märkten weltweit und es bezieht sich auf das gesamte LDS-Verfahren. Wir werden also nicht nur Hersteller, sondern auch deren Abnehmer konsequent verfolgen', sagt Dr. Ingo Bretthauer, CEO der LPKF Laser & Electronics AG.

Im aktuellen Fall geht LPKF in Deutschland gegen einen großen internationalen Hersteller vor, der in einigen seiner Mobiltelefone LDS-Bauteile einsetzt, die nachweislich nicht auf LPKF-Systemen und damit unlizensiert hergestellt wurden. Die Klage ist vor dem Landgericht Mannheim, 2. Zivilkammer, anhängig und soll im Januar 2014 mündlich verhandelt werden.

Nach Schätzungen des VDMA verursacht Produktpiraterie den deutschen Maschinen- und Anlagenbauern jährlich einen Schaden von insgesamt 7,9 Mrd. EUR (2011). Dieser Umsatzverlust entspricht knapp 37.000 Arbeitsplätzen.

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2018.08.20 15:56 V10.1.0-2