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© beisea dreamstime.com Analysen | 11 Juni 2013

Konjunkturaussichten für Elektroindustrie hellen sich auf

Nach einigen Rückgängen sind die Auftrags­eingänge in der deutschen Elektroindustrie im April dieses Jahres im Jahresabstand erstmals wieder gestiegen. Insgesamt legten sie um 6,8 Prozent zu.
Aus dem Inland konnten 3,6 Prozent und aus dem Ausland 9,9 Prozent (Eurozone: +6,1 Prozent, Drittländer: +12,4 Prozent) mehr Bestellungen gesammelt werden als vor einem Jahr. „Die unterjährige Dynamik sollte weiter aufwärts gerichtet bleiben“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „In den ersten vier Monaten 2013 haben die Orders jetzt wieder das Vorjahresniveau erreicht.“ Einem Zuwachs der Bestellungen aus dem Ausland von 1,4 Prozent (Eurozone: -1,2 Prozent, Drittländer: +3,2 Prozent) standen hier noch um 1,2 Prozent rückläufige inländische Aufträge gegen­über.

Auch die um Preis­ef­fek­te bereinigte Pro­duk­­­tion der deutschen Elektrounter­neh­men hat im April 2013 wieder zugenommen. Sie leg­te um 4,4 Prozent gegenüber Vorjahr zu. „Damit hellen sich die Aussichten auf ein besseres zweites Quartal auf“, so Dr. Gontermann. Über den gesamten Zeitraum von Januar bis April dieses Jahres lag der Branchenoutput noch 3,8 Prozent un­ter Vorjahr. Ihre Produktionspläne haben die Elektro­un­ter­­nehmen im Mai wieder deutlich herauf­ge­setzt, nachdem sie sowohl im März als auch im April noch nach unten revidiert worden waren. 21 Prozent der Elektrounternehmen wollen ihren Output in den nächs­ten drei Mo­na­ten erhöhen. 71 Prozent der Firmen planen eine Beibehaltung ihres gegenwärtigen Produktionslevels, lediglich acht Prozent eine Drosselung.

Der Branchenumsatz hat im April 2013 um 5,6 Prozent ge­genüber Vorjahr zugenommen. Er be­­lief sich auf 13,8 Mrd. Euro. Die Erlöse mit inländischen Kun­den kletterten um 4,2 Prozent auf 7,1 Mrd. Euro. Der Auslandsumsatz stieg kräftiger um sieben Prozent auf 6,7 Mrd. Euro. In der Euro­zone blieben die Erlöse rückläufig (-4,4 Prozent auf 2,4 Mrd. Euro), außerhalb des Euroraums wuchsen sie um zweistellige 14,4 Prozent auf 4,3 Mrd. Euro.

„Kumuliert von Januar bis April 2013 lagen die Branchenerlöse mit 53,2 Mrd. Euro noch 3,8 Prozent niedriger als vor einem Jahr“, sagte Dr. Gontermann. Dabei hat der Inlandsumsatz mit minus 6,5 Prozent (auf 27,2 Mrd. Euro) stärker nachgegeben als der Auslandsumsatz mit minus einem Prozent (auf 26,0 Mrd. Euro). Die Erlöse mit Kunden aus Drittländern haben um 4,9 Prozent zugenommen, wohingegen der Umsatz mit der Eurozone immer noch um 9,9 Prozent schrumpf­te. Nach zwei leichten Rückgängen im März und April ist das Geschäftsklima in der deutschen Elek­tro­in­dus­trie im Mai dieses Jahres wieder spürbar gestiegen.

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2018.07.18 17:55 V10.0.0-1