Anzeige
Anzeige
© photong dreamstime.com Elektronikproduktion | 23 April 2013

STMicro verkauft Nokia-exklusive Komponenten an HTC

Die bereits zögerlichen Lieferungen von HTC Smartphones könnten sich noch weiter verzögern. Ein Gericht verbot HTC nun ein Bauteil zu verwenden. Was war passiert?
Die Finnen waren es mal wieder. Nokia hat eine Klage gegen HTC gewonnen. Hier ging es um eine Mikrofon-Komponente fĂŒr das HTC One. Das Bauteil wird von STMicroelectronics hergestellt, heisst es in mehreren Medienberichten. Die Entscheidung, die der Gerichtshof in Amsterdam getroffen hat, bedeutet nun, dass HTC eben diese Komponenten in ihren Smartphones nicht verbauen darf. Der Gerichtshof stellte fest, dass Nokia die Komponente entwickelt hat die Absicht hatte, diese exklusiv in den eigenen Handys zu verbauen. HTC hat keine Lizenz oder Erlaubnis von Nokia. Der Auslöser des Schlamassels liegt anscheinend bei STMicro. Das Unternehmen soll eine Vereinbarung mit Nokia nicht eingehalten haben. Diese sieht, so ein Bloomberg-Bericht, vor, dass Nokia die Komponenten exklusiv nutzen darf. Und zwar bis MĂ€rz 2014. Nun soll STMicroelectronics fĂŒr jedes verkaufte Mikrofon zahlen. EUR 50'000 (bis zu einem Höchstsatz von EUR 1 Million) fĂŒr jedes Mikrofon soll an Nokia gezahlt werden. HTC muss in GesprĂ€chen mit STMicro klĂ€ren, wie in dem Fall weiter verfahren werden soll und welche LösungsansĂ€tze zur VerfĂŒgung stehen. Die Probleme kommen fĂŒr HTC Ă€usserst ungelegen. Der Markteintritt des HTC One ist bereits ĂŒberfĂ€llig, nachdem das Unternehmen seinen 'Tier One' Status bei vielen Zulieferern verloren hat. Diese neuerlichen Probleme könnten die Produktion noch weiter aufhalten.
Anzeige
Anzeige
Weitere Nachrichten
2019.02.15 09:57 V12.1.1-2